Martin Dausch ist beim MSV Duisburg der neue Spaßfaktor

Duisburgs Neuzugang Martin Dausch zündet den Turbo und umkurvt Torsten Mattuschka von  Energie Cottbus.
Duisburgs Neuzugang Martin Dausch zündet den Turbo und umkurvt Torsten Mattuschka von Energie Cottbus.
Foto: Funke Foto Services
Dausch, bei seinem Ex-Klub Union Berlin zuletzt nur Reservist, ist bei den Zebras in die Rolle des unverzichtbaren Schlüsselspielers geschlüpft.

Duisburg.. Als Martin Dausch im Januar als Neuzugang vom Fußball-Drittligisten MSV Duisburg verpflichtet wurde, traten sofort die ersten Skeptiker auf den Plan. Die fehlende Spielpraxis von „Dauschi“, der nur 199 Zweitligaminuten für Union Berlin absolvieren durfte und seinen letzten Jokereinsatz am 9. November 2014 beim 3:3 in Ingolstadt hatte, ließ Zweifel wachsen.

Doch nach vier Monaten im Zebratrikot sind diese verflogen. Dausch hat sich zum Dreh- und Angelpunkt beim ambitionierten MSV entwickelt, war bisher in jedem Ligaspiel des Jahres 2015 am Ball und absolvierte bereits sechs Partien über volle 90 Minuten. Seine Ausbeute: Fünf Tore, drei Vorlagen.

Kapitän Bohl schwärmt in den höchsten Tönen

Sein bisher schönster Assist gelang dem Familienvater beim 3:2 über Cottbus, als er Energie-Oldie Torsten Mattuschka versetzte und mit dem Außenrist millimetergenau auf Kingsley Onuegbu flankte. „Wie Dauschi das 1:0 vorbereitet hat, war einfach stark. Das kann er. Er ist eine absolut geniale Neuverpflichtung und bringt uns mit seiner spielerischen Klasse richtig weiter“, spricht Duisburgs Mannschaftskapitän Steffen Bohl in den höchsten Tönen von seinem neuen Teamkollegen.

Dausch ist kein Typ, der Riesenwirbel, permanentes Lob und Anerkennung braucht. „Ich will, dass wir guten Fußball spielen“, sagt der 29-Jährige, „wir werden von Spiel zu Spiel stabiler und haben gegen Cottbus eine richtig gute Leistung gebracht.“ Dass Martin Dausch sich nach wenigen Wochen in Duisburg bereits heimisch fühlt, ist offensichtlich. In Moers hat er mit seiner Familie eine neue Bleibe gefunden, auch ein Kindermädchen ist bereits gefunden. Auch das Drumherum muss stimmen, um die bestmögliche Leistung abrufen zu können.

„Ich bin hier richtig gut aufgenommen worden“, strahlt „Dauschi“, „und endgültig angekommen bin ich inzwischen auch. Es macht richtig Laune, mit dem Team zu spielen. Für mich ist es das Wichtigste, dass ich wieder Spaß am Fußball habe. Und ich denke, das sieht man auch.“

"Dauschi" hat noch Luft nach oben

Trainer Gino Lettieri weiß, was er an seinem neuen Mittelfelddampfmacher, der nicht nur deutlich am Schwungrad dreht, sondern auch die Variabilität im MSV-Kader deutlich erhöht, hat. „Martin ist ein guter Spieler, der unser Niveau anhebt“, erklärt der Fußballlehrer, „sonst hätten wir ihn zur Winterpause auch nicht neu dazu geholt.“

Noch immer sieht der Zebracoach seine neue Schlüsselfigur nicht auf dem Level, das möglich wäre. Lettieri: „Er braucht noch ein bisschen.“ Der Deutsch-Italiener geht ins Detail: „Einen Martin Dausch wechselt man normalerweise nicht aus. Eigentlich spielt er zwei komplette Partien durch, ohne dass er umfällt. Aber man darf auch nicht außer Acht lassen, dass Dauschi ein dreiviertel Jahr fast kaum gespielt hat.“ Lettieri weiß: „Die Fitness holst du dir nicht in erster Linie im Training, sondern bei den Spieleinsätzen.“

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