Leven Tuncat gewinnt in Baku Bronze

Levent Tuncat trägt seit sieben Jahren eine Geschichte der verpassten Möglichkeiten mit sich herum. Der Duisburger Taekwondo-Kämpfer war damals mit vielen Hoffnungen zu den Olympischen Spielen nach Peking gefahren. In der chinesischen Metropole war im ersten Kampf jedoch für ihn schon nach wenigen Sekunden Schluss. Nun peilt er die Spiele im nächsten Jahr in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro an, und der 26-Jährige hat nun zumindest schon einmal das Vorwort für eine viel schönere Geschichte geschrieben. Bei den European Games in Aserbaidschan gewann der gebürtige Duisburger, der mittlerweile für Leopard Lengerich kämpft, in der Klasse bis 58 Kilogramm Bronze.

Auch wenn er in Baku das Finale angepeilt hatte, freute sich Tuncat auch über den dritten Platz, der ihm wertvolle Punkte für die Olympia-Qualifikation einbrachte. „Der erste deutsche Taekwondo-Kämpfer, der bei den Europa-Spielen die erste Medaille gewonnen hat – das ist schon Sport-Geschichte“, freute sich Tuncat.

Um sich für Rio zu qualifizieren, muss Tuncat in der zweiten Jahreshälfte in der Rangliste einen vorderen Platz erkämpfen. „Alle glauben an mich. Deshalb werde ich es auch schaffen“, ist Tuncat selbstbewusst. Auch der Arbeitgeber glaubt an ihn. ThyssenKrupp Steel Europe hat – hier ist er in der Einkaufsabteilung tätig – ihn für ein Jahr freigestellt, damit er seine Erfolgsgeschichte fertig schreiben kann.