Letzter DFB-Hallenpokal mit dem MSV

Da hat es Klick gemacht: Die Gäste aus China hatten viel Spaß beim Besuch des Delfinariums im Zoo am Kaiserberg. Auch Maskottchen Ennatz war ein beliebtes Fotomotiv.
Da hat es Klick gemacht: Die Gäste aus China hatten viel Spaß beim Besuch des Delfinariums im Zoo am Kaiserberg. Auch Maskottchen Ennatz war ein beliebtes Fotomotiv.
Foto: FUNKE Foto Services
Duisburgerinnen treffen in Magdeburg auf Frankfurt, Herford und Freiburg. Stimmungsvoller Tag mit den Gästen aus China endet mit 4:0-Sieg.

Duisburg..  Abschiedsstimmung in Magdeburg: Zum wohl letzten Mal geht in der Hauptstadt Sachsen-Anhalts am Samstag der DFB-Hallenpokal der Fußballfrauen über die Bühne. Das jährliche Treffen aller zwölf Bundesligisten unter dem Hallendach wird es ab 2016 nicht mehr geben, weil der DFB seinen Vereinen verbindlich die Futsal-Variante verordnet hat – und da mag die Bundesliga nicht mitspielen. Damit bietet sich dem MSV Duisburg also die letzte – theoretische – Chance, den Cup mit an den Niederrhein zu bringen, den Vorgängerverein FCR Duisburg in den Jahren 1996 und 2000 gewinnen konnte.

Stand der Dinge ist freilich auch: Sollte der MSV am Saisonende denselben Tabellenplatz einnehmen, den die Mannschaft von Trainerin Inka Grings aktuell belegt, hätte sich das Thema Hallenpokal ohnehin auf sportliche Weise erledigt. Deswegen dürfte der sportliche Ehrgeiz auch eher begrenzt sein – wichtig ist eher, dass sich keine der mitreisenden Spielerinnen verletzt. „Wir alle freuen uns auf diese Abwechslung – zumal es möglicherweise das letzte offizielle Hallenmasters sein könnte. Wir wollen uns dort vernünftig präsentieren und einen ordentlichen Auftritt hinlegen“, sagt Inka Grings, die Meike Kämper, Sarah Deinert, Virginia Kirchberger, Sofia Nati, Geldona Morena, Isabell Schenk, Rahel Kiwic, Carmen Pulver, Julia Debitzki, Kristina Sundov und Lara Hess fürs Parkett nominiert hat. Gruppengegner sind der 1. FFC Frankfurt um 10.26 Uhr, der Herforder SV um 12.26 Uhr und der SC Freiburg um 13.41 Uhr. Um weiterzukommen, müsste der MSV mindestens Gruppenzweiter werden oder zu den beiden besten der drei Gruppendritten zählen. Ansonsten geht es schon wieder früh auf die Autobahn Richtung Heimat.

Viel Spaß hatten die MSV-Frauen am Donnerstag beim Besuch des Auswahlteams aus der chinesischen Provinz Henan. Zunächst gab’s ein gemeinsames Mittagessen und eine Besichtigungstour in der Schauinsland-Reisen-Arena. Anschließend statteten die Asiatinnen mit ihren Gastgebern dem Zoo einen Besuch ab und waren ebenso begeistert vom Affenhaus und dem Delfinarium wie von Maskottchen Ennatz, den sie fleißig ablichteten.

Den abschließenden sportlichen Vergleich gewann der MSV souverän mit 4:0 (2:0). Virginia Kirchberger, seit dieser Woche anstelle von Lucie Vonkova Kapitänin köpfte das 1:0 (11.), dem Lara Hess das 2:0 (29.) folgen ließ. Im zweiten Durchgang trafen dann noch Vonkova (57.) und Sofia Nati (65.) zum Endstand. „Das 4:0 ist ein sehr gutes Ergebnis. Wir haben heute wirklich richtig tolle Tore heraus gespielt und die Mannschaft hat all das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, sagte eine zufriedene Inka Grings, die unter anderem auch die drei U-17-Spielerinnen Jalila Benahmed, Jülide Mirvan und Chantal Schmitz einsetzte.