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Leichtes Spiel, hartes Los

16.03.2008 | 20:26 Uhr

Mit dem erwarteten Spaziergang-Sieg beim SV Brambauer marschiert der ASCD ins Halbfinale des Pokalwettbewerbs.Dort wartet mit dem Lokalrivalen Bayer Uerdingen eine Aufgabe von deutlich höherem Schwierigkeitsgrad

WASSERBALL TURBO-CUP SV Brambauer ASC Duisburg 7:24 Viertel: 2:7, 2:3, 1:6, 2:8 Tore: Florian Müller (5), Tim Focke, Julian Real (je 4), Marek Debski (3), Paul Schüler, Till Rohe (je 2), Tom Focke, Daniel Grohs, Vlad Kapsa, Dirk van Kaathoven (je 1) Der typische Sport-Fan liebt die Spannung, der typische Sportler dagegen weniger. Besonders unwillkommen ist ihm die Spannung, wenn es gegen einen sogenannten Außenseiter geht. Denn das heißt: Es droht eine Blamage. Die Spieler vom ASC Duisburg haben der Spannung gestern keine Chance gegeben, als sie im Viertelfinale des Turbo-Cups den SV Brambauer mit 24:7 aus dem Wettbewerb schossen.

Schon im Anfangsviertel sorgten die ersatzgeschwächten Amateure - unter anderem waren Kapitän Tobias Kreuzmann, Timo Purschke und Tim-Ole Fischer nicht an Bord - im Hallenbad Kamen für klare Verhältnisse. Sie setzten die mitunter hilflos wirkenden Gastgeber früh unter Druck und zwangen sie zu Fehlern. Angesichts der nur rudimentären Brambauer Gegenwehr überraschte es kaum noch, dass auch im Spiel des ASCD nicht alles rund lief. Unpräzise Zuspiele und Stellungsfehler blieben jedoch in den meisten Fällen unbestraft. "Das Ergebnis ist nicht schlecht", meinte Marek Debski, "aber wir haben vielleicht zwei, drei Gegentore zuviel bekommen."

Trainer Arno Troost mochte seine Schützlinge nicht groß tadeln: "Wir hätten vielleicht noch konsequenter sein können. Doch angesichts des Gegners und unserer Ausfälle sehe ich das nicht dramatisch."

Die Spannung ließ sich in Kamen erst nach Spielende blicken, als die Endrunde des Turbo-Cups ausgelost wurde. Ben Troost, Sproß des Trainers, ermittelte den Lokalrivalen Bayer Uerdingen als Halbfinal-Gegner am Pfingswochenende. Weder das Wunschlos Würzburg, noch das Hammerlos Spandau. "Wir müssen nehmen, wie es kommt", so Troost. Freude klingt anders. Kein Wunder: Während die Amateure gegen Uerdingen "Körner lassen werden" (Troost), dürfte Spandau deutlich ausgeruhter in ein mögliches Finale gehen.

Von Hendrik Baumann



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