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Frauenfußball

Lange hielt nur Harris dagegen

04.11.2012 | 22:00 Uhr
Lange hielt nur Harris dagegen
Wie ihre Teamkolleginnen kam auch Kozue Ando gegen Frankfurt erst im zweiten Durchgang auf Touren. Die Japanerin bereitete das Ehrentor durch Mandy Islacker sehenswert vor.Foto: Lars Fröhlich

Duisburg.   Duisburgerinnen hielten gegen den Erzrivalen erst viel zu spät dagegen – so war nicht mehr als der Ehrentreffer zum 1:3 durch Mandy Islacker drin.

FCR 2001 Duisburg –
1. FFC Frankfurt 1:3 (0:2)

FCR: Harris – Himmighofen, Hellfeier, Neboli, Reed (46. Banecki) – Oster, Cengiz (46. Streng), Ando, Weichelt, Martens – Islacker.
Tore: 0:1 Kulig (10.), 0:2 Laudehr (35.), 0:3 Bretigny (49.), 1:3 Islacker (83.).

Die Frage von Pressesprecher Rainer Zimmermann, ob sie denn wie ihr Gegenüber Philipp Dahm auch zufrieden sei, konnte Petra Hauser nur mit einer leicht spöttischen Miene beantworten. „Wenn man 60 Minuten eines Spiels verschläft, kann man natürlich nicht zufrieden sein“, meinte die Interimstrainerin des Frauenfußball-Bundesligisten FCR 2001 Duisburg nach dem Ende einer Partie, die früher mal ein Spitzenduell war. Das scheint alles schon ewig lange her zu sein: Über weite Strecken zeigten die Gäste aus Hessen bei ihrem 3:1 (2:0)-Sieg geradezu einen Klassenunterschied auf.

Eine Halbzeit lang erinnerte das Geschehen im PCC-Stadion an frühere Tage – nur mit umgekehrten Vorzeichen: So, wie der FCR diesmal gegen Frankfurt zu, traten einst die Gästeteams in Homberg an. Den Ball schnell hinten raus prügeln, vorn auf den lieben Gott hoffen – und hinten auf eine möglichst starke Torhüterin. Letzteres war dabei der einzige Trumpf, mit dem die Gastgeberinnen wuchern konnten. „Ohne einen starken Rückhalt wie Ashlyn Harris hätten wir schon früher deutlich zurückgelegen“, betonte Petra Hauser. Zweimal wurde die US-Amerikanerin trotzdem bezwungen: als Kim Kulig nach einem Freistoß als einzige im Strafraum an den Ball kam (10.) und als ausgerechnet die Ex-Duisburgerin Simone Laudehr erst sich selbst um Laura Neboli drehte – und dann den Ball ins linke Eck (35.).

Im zweiten Durchgang änderte Petra Hauser das Gesicht ihrer Mannschaft. Linksverteidigerin Elli Reed („Sie hatte heute massivste Probleme“) machte ebenso Platz wie Gülhiye Cengiz, die auf der „Sechs“ einfach nicht an ihre Form der Vorsaison anknüpft. Nicole Banecki und Daria Streng, die ihre Bundesligapremiere feierte, sorgten für deutlich mehr Zug im Offensivspiel. Hinten haperte es aber weiter, was das vorentscheidende 3:0 durch Sandrine Bretigny (49.) begünstigte. Nationalkeeperin Nadine Angerer musste erst in der 68. Minute bei einem Schuss von Lieke Martens eingreifen und kassierte dann zumindest nach 83 Minuten das Hüttenheimer Ehrentor, das Mandy Islacker nach sehenswertem Doppelpass mit Kozue Ando erzielte – immerhin.

Der ordentliche Auftritt der letzten 30 Minuten ist das, woran der FCR in den verbleibenden Spielen bis zur Winterpause anknüpfen muss; einen Punkt hatte gegen Frankfurt eh kaum jemand einkalkuliert. Die Frage ist nur: Unter welchem Trainer? „Marco Ketelaer ist bis Mittwoch krankgeschrieben. An weiteren Spekulationen beteiligen wir uns nicht“, so Rainer Zimmermann. Klar ist aber: Bei einem längerfristigen Ausfall dürfte Petra Hauser nicht für den Posten zur Verfügung stehen.

Thomas Kristaniak


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