Kunstrasen: Stadtrat vertagt Entscheidung

Am 16. Dezember 2009 fand der erste Spatenstich für den aktuellen Kunstrasenplatz statt, der für Hockey auf Leistungssportniveau nicht geeignet ist. Damals war auch der frührer Oberbürgermeister Adolf Sauerland (4. von rechts)  an der Schaufel.
Am 16. Dezember 2009 fand der erste Spatenstich für den aktuellen Kunstrasenplatz statt, der für Hockey auf Leistungssportniveau nicht geeignet ist. Damals war auch der frührer Oberbürgermeister Adolf Sauerland (4. von rechts) an der Schaufel.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Noch steht nicht fest, ob ein neuer, dann auch für den Hockeysport geeigneter Kunstrasenplatz gebaut wird. Der von 2009 bis 2010 gebaute aktuelle Platz, der aus Mitteln des Konjunkturpakets entstand, taugt jedenfalls nicht dazu.

Duisburg..  Die Entscheidung, ob auf dem Sportgelände am Kalkweg ein weiterer, dann auch für Hockey-Leistungssport tauglicher Kunstrasenplatz gebaut wird, wurde auf der gestrigen Sitzung des Stadtrates vertagt.

Der Hintergrund ist eine Fehlplanung vor einigen Jahren: Damals wurde direkt gegenüber des Geländes des Club Raffelberg ein Kunstrasenplatz aus den Mitteln des Konjunkturpakets gebaut – allerdings mit der Vorgabe, dass dieser Platz sowohl von Hockey- als auch von Fußballspielern genutzt werden kann. Das Problem ist nur: Kaum ein Kunstrasen erfüllt beide Voraussetzungen, da beide Sportarten gänzlich andere Untergründe brauchen. Eintracht Duisburg, die ihren Aschenplatz nach Plänen von Duisburg-Sport aufgeben soll, damit dort der Hockey-Kunstrasen gebaut werden kann, hatte nach eigenen Angaben erst vor wenigen Tagen per Zufall von diesen Plänen erfahren. Axel Quester, 2. CR-Vorsitzender: „Uns geht es nicht darum, einen Verein zu vertreiben. Wir haben auf die Problematik aufmerksam gemacht und erklärt, dass wir einen Hockey-Kunstrasen für unsere Entwicklung von Nachwuchstalenten brauchen.“