Kühler Kopf in hektischem Spiel

Gute Laune bei Paul Fiedler (links) und Brandon Bernhardt.
Gute Laune bei Paul Fiedler (links) und Brandon Bernhardt.
Foto: Michael Dahlke
Was wir bereits wissen
Zur Saisonhalbzeit spielten die Duisburg Ducks in der Wedemark: Das 10:7 gegen die Bissendorfer Panther war bereits der achte Sieg im elften Spiel.

Duisburg..  Die Hälfte der Spiele in der Hauptrunde der Skaterhockey-Bundesliga ist absolviert – und für die Duisburg Ducks sieht es richtig gut aus. Elf Spiele haben die Enten nun hinter sich gebracht und acht davon gewonnen. Das ist angesichts der Verjüngungskur eine bemerkenswerte Zwischenbilanz. Allerdings war Sieg Nummer acht, das 10:7 (2:2, 3:2, 5:3) bei den Bissendorfer Panthern, ein hartes Stück Arbeit, zumal es im Hexenkessel in der Wedemark hoch herging. „Als Trainer muss man nach dem Spiel durch die Zuschauerränge gehen. Ich bin mir Worten beleidigt worden, die ich noch gar nicht kannte“, nahm Ducks-Trainer Sven Fydrich die aufgeheizte Stimmung mit Humor.

Es war hektisch in der Partie – mit einem ersten Höhepunkt in der 25. Minute. „Bissendorfs Kapitän Tommy Sellmann hat die Scheibe vor dem Zeitnehmerraum mit seinem Schläger zersplittert“, beschreibt Fydrich die Szene. Die Folge: Gelb, also zehn Minuten gegen den Bissendorfer. Die Panther waren zunächst besser ins Spiel gekommen, führten durch zwei Überzahltreffer von Markus Köppl, der vier der sieben Bissendorfer Tore erzielte, mit 2:0. Schon wieder also lagen die Ducks zu Beginn hinten. „Das zeigt einfach, dass wir ein echtes Team geworden sind. Wir lassen uns davon nicht schocken und drehen solche Situationen“, so Fydrich. Fabian Lenz und Julien Marten glichen noch vor der Pause aus. Der ersten Führung durch Sebastian Schneider folgte zwar noch einmal ein 4:3 für Bissendorf, doch dann zogen die Ducks bis sieben Minuten vor dem Ende auf 9:4 davon. Tor Nummer neun war gar ein frühes Empty-Net-Goal. Danach verkürzte Bissendorf zwar noch einmal auf drei Tore, doch in Gefahr geriet der Duisburger Sieg nicht mehr.

Mit nur elf Feldspielern und zwei Torhütern konnten die Ducks antreten. „Das war daher eine wirklich starke Teamleistung“, so Fydrich, der auch die Schiedsrichter lobte. Eine kleine Baustelle, die auffällt: Zwei Gegentore fielen nur Sekunden nach einem Mittelbully. Nicht zum ersten Mal. „Da müssen wir noch an der Konzentration arbeiten“, so der Coach.

Am kommenden Samstag (17.30 Uhr) geht es auswärts gegen die Berlin Buffalos weiter.

Bissendorfer Panther –
Duisburg Ducks 7:10

Drittel: 2:2, 2:3, 3:5
Tore: 1:0 (2:53) Köppl (Faber/4-3), 2:0 (16:13) Köppl (Tommy Sellmann/4-3), 2:1 (17:07) Lenz (Schneider), 2:2 (18:12) Marten (Nimako), 2:3 (24:56) Schneider (Lenz/4-3), 3:3 (25:18) Köppl (Faber), 4:3 (26:46) Barlsen (Felix Gollasch), 4:4 (34:05) Thum (Lenz/4-3), 4:5 (35:40) Schneider (Fiedler/4-3), 4:6 (41:12) Marten (Fiedler), 4:7 (48:28) Schneider (Fiedler/4-2), 4:8 (50:57) Fiedler (Schneider/4-2), 4:9 (53:00) Fiedler (Schneider/3-4, ENG), 5:9 (53:12) Timo Gollasch (Felix Gollasch/4-3), 6:9 (54:25) Köppl (Danny Sellmann), 6:10 (56:57) Fiedler (Petry), 7:10 (57:29) Felix Gollasch (Pries). Strafen: Bissendorf 14 + 5 (Freitag) + 10 (Tommy Sellmann), Duisburg 10.