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Frauenfußball

Ketelaer wird weiter von Hauser vertreten

07.11.2012 | 18:33 Uhr
Ketelaer wird weiter von Hauser vertreten
Wie lange wird Marco Ketelaer dem FCR noch fehlen?Foto: Lars Fröhlich

Duisburg.   Trainer des Bundesligisten wird mindestens bis zum 16. November krankheitsbedingt ausfallen und auch in dieser Zeit von Ex-Spielerin Petra Hauser vertreten.

Die Hängepartie auf dem Trainerstuhl des Frauenfußball-Bundesligisten FCR 2001 Duisburg dauert an. Fast schon erwartungsgemäß teilte der Verein am Mittwoch mit, dass Marco Ketelaer, ursprünglich bis gestern krankgeschrieben, weiterhin ausfallen wird – „mindestens bis zum 16. November“, ließ Pressesprecher Rainer Zimmermann wissen. Damit hat weiter die Interimslösung mit Ex-Spielerin Petra Hauser und Co-Trainer Andreas Kontra Gültigkeit.

Ins Detail geht beim FCR nach wie vor niemand. „Zu Spekulationen geben wir auch weiterhin keine Stellungnahme ab“, bekräftigte Zimmermann. Klar ist nur, dass die Situation in der Klubspitze niemand befriedigen kann. Der Tabellenkeller ist nach der 1:3-Niederlage gegen den 1. FFC Frankfurt bedrohlich nah gerückt: Nur drei Punkte trennen die Hüttenheimerinnen vom Abstiegsplatz.

Petra Hauser wird also auf jeden Fall am Sonntag im wichtigen Spiel beim SC Bad Neuenahr auf der Bank sitzen und die Mannschaft auch auf das Pokal-Achtelfinale gegen den VfL Wolfsburg am 18. November vorbereiten. Für beide Spiele gilt: Sie muss die positiven Aspekte aus den zweiten 45 Minuten gegen Frankfurt mitnehmen – und das, was nicht so gut war, abzustellen versuchen. Beispielsweise reagierte sie am vergangenen Sonntag schon in der Halbzeitpause und nahm Elli Reed vom Feld. Die US-Amerikanerin hatte laut der Trainerin „massivste Probleme und sehr unglücklich gespielt“. An ihrer Stelle rückte Steffi Weichelt zurück in die Abwehrkette: Die gelernte Stürmerin fühlt sich auf ihrer neuen Position inzwischen deutlich wohler. Reed hat die positiven Ansätze aus der Vorbereitung bislang nur selten umsetzen können.

Ein Rätsel ist auch das anhaltende Leistungstief von Gülhiye Cengiz. Die Aufsteigerin der Vorsaison, die das Vertrauen von Marco Ketelaer stets rechtfertigte, hat die Weiterentwicklung zur Führungsspielerin nicht geschafft. Diese Rolle hatte man Neuzugang Nicole Banecki auch auf Anhieb zugetraut, doch Eingewöhnungs- und Verletzungsprobleme verhinderten dies. Sie konnte gegen Frankfurt nach ihrer Einwechslung immerhin Pluspunkte sammeln.

Das galt ebenso für Daria Streng, eines der wenigen verbliebenen hoffnungsvollen Eigengewächse. Als „sehr positiv“ bezeichnete Petra Hauser das Bundesligadebüt der 17-Jährigen. Winkt da ein Startelfplatz in Bad Neuenahr?

Thomas Kristaniak



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