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Keine Langeweile bei Meyer

29.01.2012 | 20:59 Uhr
Keine Langeweile bei Meyer
4467 Läuferinnen und Läufer gingen am Samstag insgesamt an den Start. Foto: Hayrettin Özcan / WAZ FotoPool

Auch wenn sein Sieg bei der Winterlaufserie des ASV Duisburg schon fast Tradition ist, freute den Wattenscheider am Samstag der Erfolg über 10 000 Meter bei der ersten Etappe der Lauf-Trilogie. 4467 Teilnehmer waren in Wedau am Start.

Dass die Ausrichtung traditioneller Veranstaltungen irgendwann zur Routine wird, ist unausweichlich. Für Erwin Schmitz vom ASV Duisburg ist die Winterlaufserie schon derart zur Routine geworden, dass er die 27. Auflage am Samstag mit einem Schmunzeln als „langweilig“ bezeichnete. Zudem würden auch die Teilnehmer immer älter: „Diejenigen, die schon vor 20 Jahren am Start waren, müssten inzwischen schon in der AK 65 laufen. Wir haben schon überlegt, ob wir zur Abwechslung nicht mal ein 100-Meter-Rollator-Rennen auf dem Parkplatz ausrichten sollen“, witzelte der Mitorganisator.

Zumindest was den Sieger der großen Serie angeht, sollte Schmitz bei der ersten Etappe der Lauf-Trilogie Recht behalten. Der wird wirklich immer älter, was vor allem daran liegt, dass es sich immer um die gleiche Person handelt. Wie im Vorjahr kam Manuel Meyer unangefochten als Erster ins Ziel des 10 000-Meter-Laufs. „Langweilig ist es aber trotzdem nicht“, freute sich der Mann vom TV Wattenscheid über den Erfolg. Dass Einzige, dass er etwas vermisse, sei die Konkurrenz. „Dann wäre ich wohl noch schneller gelaufen.“ Seine Zeit von 30:42 Minuten reichte aber erneut aus, um den Zweiten, Klaus Eickel (LG Bochum, 32:34) deutlich hinter sich zu lassen. So ist Meyer auf dem besten Weg, den fünften Seriensieg einzufahren. „Ich bin diesmal wieder bei allen drei Läufen dabei.“ Somit sinken die Aussichten auf die Titelverteidigung für Karsten Kruck, der stets betont gegen Meyer keine Chance zu haben. „Ich habe einfach zu viel Trainingsrückstand“, schnaufte der ASV-Läufer durch, als er nach 33:13 Minuten als Dritter ins Ziel gekommen war. „Ich hoffe, dass ich in vier Wochen über 15 Kilometer besser in Form bin und den zweiten Platz holen kann. Das wird schon schwer genug“, so Kruck.

Winterlaufserie in Duisburg

Bei den Damen gab es indes eine kleine Abwechslung. Siegerin wurde Carolin Aehling in starker Zeit von 34:13 Minuten. „Persönliche Bestleistung“, freute sich die Coesfelderin, die im letzten Jahr souverän die kleine Serie gewonnen hatte. „Ich kann beim letzten Lauf leider nicht dabei sein. Deshalb bin ich jetzt den 10 000er gelaufen. In vier Wochen bin ich dann wieder beim 5000er der Kleinen Serie dabei.“ Gute Chancen auf den Gesamtsieg haben daher Sanaa Koubaa (35:42, Hilden) und Uta Doyscher-Lutz (36:12, Dortmund), die Aehling auf den Plätzen zwei und drei folgten. Die Siegerin findet den Winterlauf keineswegs langweilig. Im Gegenteil: „Für mich ist es immer ein Highlight“, so Aehling.

Die schnelle Sophie

Dass es wohl den meisten Aktiven so geht, zeigte erneut die Teilnehmerzahl. 4467 Starter machten sich am Samstag insgesamt auf den Weg. Mehr als erwartet: „Ich hatte auf 4444 getippt“, freute sich ASV-Boss Felix Brüll über die Resonanz.

1333 Läufer nahmen die Kleine Serie in Angriff. Und auch dort gab es Abwechslung beim Zieleinlauf. Michael Brücker (15:12) und Vanessa Rössler (18:43) von der LG Olympia Dortmund hießen die Sieger. Bei den Damen folgte Annika van Hüüt vom Bunert Runningteam auf Platz zwei (18:53), bei den Herren Daniel Mehring (16:06, Laufteam Sundermann). Bester Duisburger wurde Philipp Schmude vom LCD als Siebter in 16:54 Minuten. Übrigens erst 17 Jahre alt.

So ganz Recht hatte Erwin Schmitz ohnehin dann doch nicht. Zwar liefen mit Rudi Häuser (Wesel) und Werner Opitz (Neukirchen Vluyn) zwei Männer des Jahrgangs 1934 und 1937 über 5000 Meter mit. Bedarf an einem Rollator dürfte bei ihren Zeiten von 33:05 und 27:43 Minuten aber sicherlich noch nicht bestehen. Und dann war da ja noch Sophie Fröhling aus Düsseldorf. Mit 20:05 Minuten fünfschnellste „Frau“ – und ganze neun Jahre alt.

Sven Kowalski

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