Kein Sprungbrett – aber auch kein Schlag ins Wasser

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Was wir bereits wissen
Der Abstieg des Oberligisten VfB Homberg trübt die Saisonbilanz von Patrick Polk. Nun sucht er einen neuen Klub.

Duisburg..  Erst nach zähem Kampf war Patrick Polk im letzten Sommer beim damaligen Fußball-Oberligisten VfB Homberg gelandet. Acht Vereine sollen an dem Innenverteidiger, der von Westfalia Herne an den Rheindeich wechselte, interessiert gewesen sein. Mittlerweile entpuppte sich die Station Homberg für Polk nicht gerade zum Karrieresprungbrett.

Der mittlerweile zum defensiven Mittelfeldspieler umfunktionierte Ex-Wuppertaler wird den bitteren Gang in die Landesliga nicht mitgehen. Polk: „Ich bleibe nicht in Homberg, aber noch gibt es keinen neuen Verein, für den ich zukünftig spielen werde. Mein Ziel ist es, mindestens in der Oberliga aufzulaufen.“

Der 22-Jährige absolvierte vor wenigen Tagen ein Probetraining bei Regionalligist Rot-Weiß Oberhausen, erfuhr dann aber von Trainer Peter Kunkel, dass solches Vorspielen bei ihm an sich nicht üblich sei. „Der Kontakt kam über den Sportlichen Leiter Frank Kontny zustande. Im Nachhinein hätte ich mir das Training bei RWO dann auch sparen können“, so Polk. Auch beim FC Kray, der den Klassenerhalt in der vierten Liga geschafft hat, gab Polk seine Visitenkarte ab. „Mittlerweile ist Michael Lorenz da kein Trainer mehr. Insofern ist die Situation relativ ungewiss“, erklärt der Homberger Allrounder.

Warum es beim VfB nicht funktionierte, hat mehrere Gründe. „Die nur neun Punkte bis zur Winterpause waren eine zu hohe Hürde. Wir haben in der Hinrunde fast alles verspielt. Bei uns hat irgendein Spieler immer einen Fehler gemacht, der bitter bestraft wurde. Dazu kam die unzureichende Chancenverwertung“, hätte sich Polk gerne mit einem besseren sportlichen Abschneiden verabschiedet. Als kompletten Schlag ins Wasser wertet er die Station Homberg aber doch nicht. „Ich war zwei Mal gesperrt, habe aber trotzdem 23 Begegnungen absolviert. Das ist ein ordentlicher Schnitt. Nur das sportliche Abschneiden mindert das Ganze natürlich.“