Kein Spaß mit Harz: AEG-Halle gesperrt

Mit einem feuchten Wischer, wie er hier im Hintergrund beim Spiel der HSG-Landesliga-Frauen gegen Friedrichsfeld bereitsteht, ist es aktuell nicht getan. Wegen vermeintlichen Harzmissbrauchs steht eine Grundreinigung bevor.
Mit einem feuchten Wischer, wie er hier im Hintergrund beim Spiel der HSG-Landesliga-Frauen gegen Friedrichsfeld bereitsteht, ist es aktuell nicht getan. Wegen vermeintlichen Harzmissbrauchs steht eine Grundreinigung bevor.
Foto: Michael Dahlke
Jugend der HSG Vennikel/Rumeln/Kaldenhausen muss ausweichen. Pokalspiel der Männer gegen Oberhausen fällt aus.

Duisburg..  Besser kann es sportlich kaum laufen für die Handball-Männer der HSG Vennikel/Rumeln/Kaldenhausen. In der Bezirksliga sind die Rumelner auf dem besten Weg, den Betriebsunfall Landesliga-Abstieg aus dem Vorjahr zu reparieren: Bislang steht nur ein Verlustpunkt auf dem Konto. Auch im Kreispokal gab es zwei Siege. Den dritten kann die Mannschaft am Donnerstag aber nicht folgen lassen: Das Duell mit Verbandsligist HSG RWO/TV Oberhausen fällt aus, weil die Halle des AEG-Schulzentrums von städtischer Seite gesperrt wurde – „wegen angeblichen Harzmissbrauchs“, wie die HSG auf ihrer Facebook-Seite bekanntgab.

Reste des klebrigen Haftmittels waren am Montag einem Sportlehrer des Albert-Einstein-Gymnasiums aufgefallen – offenbar ein Überbleibsel des Spitzenspiels gegen den direkten Verfolger ETuS Wedau (26:26). Daraufhin alarmierte die Schule das zuständige Immobilien-Management Duisburg (IMD). Nach einem Ortstermin am Dienstag war klar: Die Halle ist zu – gesperrt sowohl für den Schulsport als auch für den Vereinsbetrieb.

Dem Vernehmen nach erwartet die AEG-Leitung nun, dass eine Grundreinigung vorgenommen wird, doch eine Einigung darüber, wer diese zahlen soll, steht noch aus. „Leider gibt es immer einige, die sich nicht an die Regeln halten“, bedauert auch HSG-Männerwart Hans-Peter Balsliemke, dass es mal wieder zu diesem Problem kam. „Das Thema Harz im AEG ist weder neu noch unbekannt“, bestätigt Duisburg-Sport-Betriebsleiter Jürgen Dietz. Sein Eigenbetrieb ist für den Vorgang nicht direkt zuständig, da die AEG-Halle unter die Zuständigkeit des IMD fällt; als Mittler zu den Sportvereinen ist er trotzdem mit der Angelegenheit vertraut: „Es ist bisher einfach nicht gelungen, diese Problematik aufzulösen.“

Die HSG-Verantwortlichen hoffen freilich, dass sie so schnell wie möglich in ihre Heimstätte zurück können. Am Wochenende haben sie Glück im Unglück: Alle Senioren-Mannschaften spielen auswärts, weshalb nur der Spielbetrieb der Jugendteams ausgelagert werden muss. „Zum Glück steht uns die Halle der Gesamtschule Ruhrort am Samstag zur Verfügung“, so Hans-Peter Balsliemke.

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