Kein Schritt zurück, kein Schritt nach vorn

Inka Grings war mit dem Punkt letztlich zufrieden.
Inka Grings war mit dem Punkt letztlich zufrieden.
Foto: WAZ FotoPool
Durch das 2:2 in Freiburg ändert sich für den MSV im Bundesliga-Keller nur wenig. Abstand zum SC Sand bleibt unverändert.

Duisburg..  Erst drei Stunden nach dem Abpfiff im Möslestadion sollte sich herausstellen, ob das 2:2 (1:1) beim SC Freiburg für die Bundesliga-Fußballerinnen des MSV Duisburg jetzt ein gutes oder ein schlechtes Ergebnis war. Letztlich war es: so mittel. Weil der SC Sand, im Moment für die elftplatzierten Zebras am ehesten in Reichweite, um den Abstieg abzuwenden, bei der SGS Essen ebenfalls 2:2 spielte, hat sich an der Konstellation im Tabellenkeller quasi nichts geändert. Es ist nur ein Spieltag weniger bis zum Saisonende geworden.

Es hätte natürlich alles noch übler ausgehen können – wenn nicht die Ex-Duisburgerin Vanessa Martini kurz vor Schluss den Ausgleich für Essen erzielt hätte. Dann wäre der Abstand zum rettenden Ufer nämlich auf satte fünf Punkte angewachsen. Es hätte aber natürlich alles auch viel besser ausgehen können – wenn die Duisburgerinnen nicht ihrerseits kurz vor Schluss den Ausgleich kassiert hätten. Der zweite Auswärtssieg der Saison war tatsächlich in greifbarer Nähe, nachdem zunächst Lucie Vonkova nach Zuspiel von Lara Heß in der 25. Minute die SC-Führung durch Sandra Starke (7.) zunächst ausgeglichen und Steffi Weichelt nach 73 Minuten sogar das 2:1 geglückt war. Die erst dritte eigene Führung im gesamten Saisonverlauf reichte letztlich nicht, weil zunächst die eingewechselte Sofia Nati die Chance zum 3:1 ausließ und praktisch im Gegenzug Chioma Igwe nach einer Ecke für Freiburg egalisierte. Trainerin Inka Grings nahm den Teilerfolg trotzdem positiv zur Kenntnis: „Ich freue mich darüber, dass wir 90 Minuten engagiert und geschlossen als Mannschaft aufgetreten sind. Darauf können wir aufbauen.“

Der MSV war im übrigen mit überschaubarer Besetzung ins Breisgau gefahren – auch, weil sich Drittkeeperin Sarah Deinert im Training verletzt hatte und daher Feldspielerin Julia Debitzki im Fall der Fälle das Torwarttrikot übergestreift hätte. Aber auch der bisherige Co-Trainer Wilfried Tönneßen war schon nicht mehr dabei: Der ehemalige Coach der Reservemannschaft wurde kurzerhand mit dem „Aufbau und der Verwaltung des Nachwuchsbereichs im Frauen- und Mädchenbereich“ betraut, wie der MSV in einer Pressemitteilung bekanntgab. Laut Geschäftsführer Bernd Maas sei dieser Schritt notwendig geworden, „weil diese Position durch den privaten Rückzug von Annemieke Kiesel jetzt zu lange vakant ist, wir aber dringend eine Persönlichkeit mit Know-How und auch dem nötigen Fingerspitzengefühl brauchen“. Inka Grings hat nun nur noch Torwarttrainer Andreas Kontra an ihrer Seite. Bernd Maas: „Der Trainerstab genießt unser absolutes Vertrauen.“

MSV: Kämper – Oster, Kiwic, Costa, Hellfeier – Hess (46. Nati), Kirchberger, Pulver (82. Schenk), Weichelt (86. Fillion) – Silva, Vonkova.
Tore: 1:0 Starke (7.), 1:1 Vonkova (25.), 1:2 Weichelt (73.), 2:2 Igwe (86.).