"Jetzt müssen Titel her"
02.11.2007 | 22:40 Uhr 2007-11-02T22:40:29+0100Der ASCD startet heute in die neue Spielzeit. Mit Siegen gegen Magdeburg und Weiden will das Team von Trainer Arno Troost die Jagd auf den Serienmeister aus Berlin eröffnen
WASSERBALL BUNDESLIGA Tobias Kreuzmann hat genug von der Rolle des ewigen Kronprinzen. "Silbermedaillen habe ich schon so viele im Schrank. Jetzt müssen Titel her", fordert der Kapitän des Amateur-Schwimm-Clubs Duisburg (ASCD) vor dem heutigen Saisonauftakt gegen den SC Magdeburg (16 Uhr, Schwimmstadion). Der große Traum, den Liga-Regenten aus Berlin Spandau endlich vom Thron zu stoßen, er könne wahr werden, glaubt Kreuzmann: "Wir haben uns punktuell verstärkt, sind eine homogene Truppe mit einer guten Mischung aus Jung und Alt, die Vorbereitung lief gut - wir können es packen."
Arno Troost, seit August neuer Übungsleiter am Beckenrand des ASCD, mag in die forschen Töne seines Kapitäns nicht im gleichen Maße einstimmen: "Wir wollen so lange wie möglich um den Titel mitspielen, das ist klar. Aber viel wird davon abhängen, wie schnell sich unsere Neuzugänge zurechtfinden." Acht neue Kräfte verstärken in der kommenden Spielzeit den Kader des ASCD, darunter Center Sebastian Hoffmann und Center-Verteidiger Till Rohde vom Erzrivalen Bayer Uerdingen. Ein "ernstzunehmender Konkurrent um die Meisterschaft", glaubt Troost und erwartet ein "sehr enges Rennen".
Großer Trumpf dabei ist die Offensivstärke des ASCD: In der Vorsaison erzielten die Duisburger 195 Tore, einsame Liga-Spitze. "Aber das bringt nichts, wenn wir hinten ein Tor mehr reinbekommen als wir vorne schießen", sagt Tobias Kreuzmann. "In der Abwehr müssen mir noch aggressiver und vor allem konstanter werden", bestätigt Troost, "aber wir sind auf einem guten Weg. Die Abläufe sollten bis zu den Play-Offs sitzen."
Doch zunächst gilt es, die Pflichtaufgaben in der Vorrundengruppe 2 zu erledigen. Gegen Magdeburg und den SV Weiden (Sonntag, 12 Uhr) gehen die Amateure als hoher Favorit ins Wasser. "Wir werden die Gegner sicher nicht unterschätzen", sagt Troost, "aber diese Spiele müssen gewonnen werden." Dabei kann der Trainer personell fast aus dem Vollen schöpfen. Bis auf Tim Focke, Christopher Schäckermann (beide Auslandsaufenthalt) und Andreas Jürgens (Rippenprellung) sind alle Mann an Bord.
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