Ivos Kampf um Veigneau
23.05.2012 | 18:27 Uhr 2012-05-23T18:27:00+0200
Duisburg. Nach den Verpflichtungen von Julian Koch (Borussia Dortmund), Adli Lachheb (Erzgebirge Aue) und Sören Brandy (SC Paderborn) hält sich der MSV Duisburg mit weiteren Vertragsabschlüssen noch zurück. „Das Hauptaugenmerk lag jetzt auf der Nachbesserung im Lizenzierungsverfahren. In der nächsten Woche werden wir weitere Zugänge präsentieren“, zeigt sich Manager Ivica Grlic zuversichtlich.
Der 36-Jährige muss bei der Zusammenstellung des neuen Kaders den Rotstift ansetzen. Der 6,2-Millionen-Euroetat aus der abgelaufenen Saison wird deutlich nach unten korrigiert. „Ablösesummen für Spieler sind für uns definitiv nicht drin“, sagt Grlic. Trotzdem kämpft der Manager weiterhin um die Rückkehr von Olivier Veigneau (26). Der Franzose steht noch ein Jahr beim FC Nantes in Frankreich unter Vertrag. Angeblich wollen die „Kanarienvögel“ 500000 Euro für Veigneau haben.
„Offensive haben wir genug“
Grlic: „Natürlich würde ich so einen Spieler wie Olli gerne hier sehen. Der Kontakt ist nie abergerissen. Veigneau war nach seiner Zeit in Duisburg zwei Mal hier. Anfangs waren das nur lose Gespräche nach dem Motto: Wie sieht es denn bei dir aus? Dann wurde es konkreter. Ich bleibe da auf jeden Fall dran.“ Parallel zum Thema Veigneau verfolgt Grlic die Spur von Timo Perthel (23/FC Hansa Rostock).
Der Vorteil von Perthel: Er ist vielseitig verwendbar, hat bei seinen 25 Einsätzen sowohl im linken Mittelfeld als auch als linker Verteidiger gespielt. „Unsere Baustelle ist auf der linken Seite. Da wollen wir etwas tun. Timo ist ein sehr interessanter Mann“, sagt Ivo Grlic, der beim angeblich weit fortgeschrittenen Interesse des in die dritte Liga abgerutschten Karlsruher SC gelassen bleibt: „Wir sind Zweitligist und ein Traditionsverein, der auf junge Leute baut. Perthel könnte sich bei uns weiterentwickeln.“
Oft genannt wurde in letzter Zeit auch der Name des Deutsch-Polen Jaroslaw Lindner (23), der mit Holstein Kiel im DFB-Pokal 2:0 gegen die Zebras siegte. Grlic: „Lindner ist ein Offensivspieler für links, aber davon haben wir genug. Außerdem wäre für ihn eine Ablösesumme fällig.“
Die Fahndung nach einem neuen Stürmer hat der langjährige Duisburger Publikumsliebling vorerst eingestellt. „Ich glaube, dass wir vorne gut besetzt sind“, findet Grlic beim Blick auf die Offensivabteilung, in der sich mit Emil Jula, Valeri Domovchiyski, Flamur Kastrati, Maurice Exslager und Srdjan Baljak fünf Kandidaten tummeln. Die hartnäckigen Gerüchte, dass Energie Cottbus an einer Rückkholaktion von Jula interessiert sein soll, kann Grlic nicht bestätigen.
Der Manager rechnet vielmehr damit, dass der große Durchbruch beim 32-Jährigen (vier Tore, fünf Vorlagen) noch kommt. „Die Saison ist weder für Emil noch für andere Spieler glücklich gelaufen. Emil Jula ist vom Charakter her ein Vorzeigeprofi. Manchmal dauert es etwas länger, bis es richtig rund läuft.“
Für Torwart Florian Fromlowitz war der Wechsel nach Duisburg im Nachhinein nicht karrierefördernd. Der 25-Jährige verlor seinen Stammplatz an Felix Wiedwald. Grlic: „Ich habe mit Flo und seinem Berater gesprochen, ihm geschildert wie die Situation aussieht. Es liegt an ihm, den Kampf noch ein Mal aufzunehmen. Auf der anderen Seite würden wir ihm aber auch keine Steine in den Weg legen.“ Der MSV hat ohnehin vor, den Kader zu verkleinern.
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Olli komm Nachhause!!! WIR wissen, was WIR an DIR haben!!!
Einmal Zebra, Immer Zebra