Frauenfußball
In München geht es schon um sehr viel
03.09.2010 | 18:17 Uhr 2010-09-03T18:17:00+0200
Duisburg.Der FCR 2001 Duisburg muss aufpassen, in den Spielen gegen die direkten Mitkonkurrenten nicht frühzeitig an Boden zu verlieren.
Die Saison in der Frauenfußball-Bundesliga ist gerade einmal drei Spieltage alt, doch für den FCR 2001 Duisburg könnte sie, was das große Ziel Deutsche Meisterschaft angeht, schon jetzt in eine entscheidende Phase treten. Innerhalb der kommenden drei Wochen hat es die Mannschaft von Martina Voss-Tecklenburg mit ihren drei wohl größten Konkurrenten zu tun – und das zu einem Zeitpunkt, da der Vizemeister personell merklich am Stock geht. Dieses Handicap gilt es auch am Sonntag (11 Uhr) beim FC Bayern München wieder zu bewältigen.
So erfreulich das 6:0 im Pokal beim Herforder SV auch war, so problematisch sind dessen Folgen. Linda Bresonik musste nach einer halben Stunde vom Platz, Inka Grings folgte kurz nach der Pause. Beide machen sich natürlich mit auf den Weg Richtung Süden, doch wie bei Alexandra Popp wird sich erst sehr kurzfristig entscheiden, ob ein Einsatz möglich ist.
Dass Niederlagen in München oder danach gegen Frankfurt und Potsdam den FCR im Titelrennen schon übel zurückwerfen könnten, ist der Trainerin bewusst. „Dann ist die Sache mit der Meisterschaft vielleicht schon frühzeitig beendet, das stimmt. Aber was sollen wir machen? Die Situation hat sich ja niemand so gewünscht.“ Gerade der Ausfall der verletzt von der U-20-WM zurückgekehrten Alexandra Popp macht sich momentan extrem bemerkbar, da so kaum noch spielerische Impulse von den defensiven Außenpositionen ausgehen; schließlich fehlt ja auf der Gegenseite auch die zur U-17-WM gereiste Luisa Wensing. Ihre Plätze nehmen mit Anne van Bonn und Marina Himmighofen Spielerinnen ein, die zwar defensiv solide sind, aber eben nach vorn Ideen vermissen lassen.
„Keine Frage, dass wir trotzdem versuchen, das Spiel zu gewinnen“, glaubt Martina Voss-Tecklenburg an den Kampfgeist ihrer Mannschaft gegen einen gerade in der Offensive stark besetzten FC Bayern, den sie am vergangenen Sonntag beim 1:0-Sieg in Bad Neuenahr beobachtete.
Mit im Doppeldeckerbus nach Aschheim sitzt auch die Zweitliga-Reserve des FCR, die im Anschluss um 13 Uhr gegen Bayern II spielt. „Welche Spielerinnen wir nach oben abstellen, besprechen wir kurzfristig“, sagt Trainerin Petra Hauser. Infrage kommt dafür nach ihrem starken Spiel in Herford auf jeden Fall Kapitänin Barbara Müller. Neuzugang Vanessa Baudzus fehlt aus dienstlichen Gründen und debütiert gegen den 1. FFC Frankfrt II. „München ist Favorit, auch weil sie weniger Druck haben. Wir brauchen die drei Zähler unbedingt“, so Hauser.
12:39
Auch ich bin der Auffassung, das mal wiedr top motiviert wird!!! Schade das die beiden so schwachsind, zumindest eine ist fasst ein Jahrzehnt beim FCR in der Bundesliga tätig und zählte auch nach Auffassung der Trainerin immer zu den Aktivposten, allerdings sind die neuen Spielerinnen sicherer und üben mehr Druck aus (Trainerin). Als Ergebnis sind wir immer noch Mittelmaß, da hat unfassbar 1 recht, denn Potsdamm, der sogar auf ausgemusterte Duisburger setzt, ist sicher Oberklasse, die sportliche Leitung auch
17:09
Wenn Sie das, was in Herford ab der 50. Minute stattfand als Mittelmaß bezeichnen, dann ziehe ich mir den Schuh wohl an! ;-)
12:02
Ist doch nicht die Aufgabe einer Zeitung, Selbstvertrauen aufzubauen - zumal das mal ganz genauso stimmt. Aber Du scheinst ja der Fan des Mittelmaßes zu sein.
09:29
Zitat:
Ihre Plätze nehmen mit Anne van Bonn und Marina Himmighofen Spielerinnen ein, die zwar defensiv solide sind, aber eben nach vorn Ideen vermissen lassen.
Da wird ja wieder ordentlich Selbstvertrauen vor dem Spiel aufgebaut!