In der MSV-Arena: Deutschland gegen Nordkorea
16.02.2010 | 19:29 Uhr 2010-02-16T19:29:00+0100
Duisburg. Am Mittwoch um 16.30 Uhr wird im Duisburger Stadion das Länderspiel des Welt- und Europameisters gegen den Asienmeister angepfiffen. Die Duisburgerin Alexandra Popp darf sich auf ihr Debüt freuen.
Der erste Doppelpass ist schon einmal gelungen. „Nordkorea war in Eurem Jahrgang doch Zweiter, oder?”, fragte Bundestrainerin Silvia Neid. Und Alexandra Popp sprang ihr gleich zur Seite. „Nein, Erster!” So kann es für „Poppi” ruhig weitergehen, die nach einem herausragenden Premierenjahr beim Frauenfußball-Bundesligisten FCR 2001 Duisburg samt Triumphen im DFB-Pokal und Uefa-Cup nun die nächste Stufe der Karriereleiter erklimmt. Denn die 18-jährige Gevelsbergerin, die 2008 zu den Löwinnen kam, gibt am Mittwoch ihr Debüt in der deutschen A-Nationalmannschaft, die um 16.30 Uhr in der MSV-Arena in einem Freundschaftsspiel auf Nordkorea trifft.
Wie denn die ersten Trainingseinheiten mit der DFB-Auswahl waren? „Superlustig”, sagt sie und sorgt so für einem Schmunzeln bei Silvia Neid. Dann ergänzt sie: „Ich bin wirklich super aufgenommen worden. Und im Training konnte ich auch ganz gut mithalten.” Keine Frage also, dass sie heute dabei sein möchte. „Es ist eine Ehre, für die Nationalmannschaft spielen zu können. Und wenn es dann noch mit einem Debüt quasi in der Heimat klappen könnte, wäre das schon toll.” Neid nickt Popps Statement anerkennend hinterher: „Die Wahrscheinlichkeit, dass sie eingewechselt wird, ist schon recht groß.”
Krahn verletzt, Grings angeschlagen
Bleibt die Frage, wo sie dann spielen wird. Nominell ist Popp Stürmerin, doch beim FCR entdeckte Trainerin Martina Voss-Tecklenburg das Talent des Youngsters für die linke Außenposition in der Viererkette. Popp stand und steht defensiv sicher und sorgt für eine Menge Dampf auf dem Flügel. „Wir wissen, dass Alex auf vielen Positionen spielen kann”, sagt die Bundestrainerin. „Zum Beispiel vorne in der Mitte oder im linken Mittelfeld. Sicherlich wäre es für eine junge Spielerin in einem Länderspiel erst einmal einfacher, weiter vorne zu spielen.”
Im Duell des Welt- und Europameisters mit dem Asienmeister wird Neid allerdings auf die Duisburger Defensivspielerin Annike Krahn verzichten müssen, die muskuläre Probleme hat. Auch Inka Grings hat damit zu kämpfen – bei ihr wird es eine kurzfristige Entscheidung geben.
Der Termin am Mittwochnachmittag – aus TV-Gründen so angesetzt – ist sicherlich nicht der günstigste, wenn man sich ein volles Stadion wünscht. Bis Dienstagmittag wurden 8500 Karten verkauft. Die Kassen an der MSV-Arena öffnen am Mittwoch bereits um 14.30 Uhr. Das Spiel gegen das abgeschottete Land wird in jedem Fall eine Herausforderung für die Deutschen. Nordkoreas Mannschaft ist technisch stark und zudem flink. „Das ist schon Rasenschach”, so Neid. Birgit Prinz vom 1. FFC Frankfurt bestreitet in Duisburg ihr 200. Länderspiel für Deutschland.
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