Im Himmel ist der MSV noch nicht

Genau 717 Tage nach dem Lizenzentzug schaffte der MSV Duisburg die Rückkehr in die 2. Liga. Der Spruch „Einmal Hölle und zurück“ prangte auf den 60 vorgefertigten Aufstiegs-T-Shirts, die Zeugwart Manfred Piwonski vorbereitet und an Spieler und Mitarbeiter verteilt hatte. Im Himmel sind die Zebras nach einer beeindruckenden Saison aber noch lange nicht. Über sieben Millionen Euro Verbindlichkeiten drücken den Traditionsverein, der in den vergangenen Monaten durch diverse Kraftakte schon viel Brocken aus dem Weg räumen konnte. Mittlerweile ist die Zeit der Eitelkeiten, Pöstchenschiebereien und Grabenkämpfe, die den Pokalfinalisten von 2011 an den Rand des Ruins beförderten, vorbei. Präsident Ingo Wald, Geschäftsführer Bernd Maas & Co. arbeiten leise, seriös und weitsichtig. Die Konsolidierung wird in der 2. Liga erst beginnen – mit 750 000 Euro Drittliga-TV-Geld war das bisher unmöglich. Investition in neue Beine wird deswegen mit gebotener Vorsicht ausfallen. Angesichts eines Spieleretats von etwa fünf Millionen Euro zählen die Zebras zu den Zweitliga-Leichtgewichten. Und müssen auch künftig viel über den Teamgeist regeln.