Im Derby nichts Neues

ETuS Wedau –
TV Aldenrade 19:33 (9:14)

ETuS: Nacken (7), Walter (4), Roth, Epke (je 3), Asmuth, Jugovac.
TVA: Schauenburg, Scheja (je 7), Getz (4), Lang, Hüsken (je 3), Gensch, Rink, Ludwig, Kühnel (je 2), Schronz.

Sie haben es schon wieder getan. Wie schon im Hinspiel hat der TV Aldenrade das Duisburger Derby in der Handball-Oberliga der Frauen gegen den ETuS Wedau deutlich für sich entscheiden können. Erneut fiel die Niederlage beim 19:33 (9:14) für den ETuS mit 14 Toren Unterschied happig aus.

Zu Spielbeginn hatte es indes noch nach einem Schlagabtausch auf Augenhöhe ausgesehen. Die Wedauerinnen lagen dank eines hellwachen Auftritts und der guten Leistung von Torhüterin Hannah Laus nach knapp zehn Minuten sogar noch in Führung (5:4). „Dann sind wir leider eingebrochen“, seufzte ETuS-Trainer Jörn Janhsen, der die Hoffnung, seine Mannschaft könnte nach der Pause den Schalter noch einmal umlegen, schnell begraben musste. Halbzeitübergreifend gelang den Gastgeberinnen 16 Minuten (!) kein Treffer mehr. Erst Steffi Jugovac brach den Bann, beim Stand von 10:25 war die Partie allerdings schon längst entschieden.

Ein besonderes Derby war es – nun schon zum zweiten Mal in dieser Saison – für Lisa Hüsken, denn die TVA-Spielerin trug noch bis zur vergangenen Saison das Wedauer Trikot. „Es ist immer noch ein komisches Gefühl, gegen den ETuS zu spielen“, gab sie nach dem Sieg zu. „Ich fühle mich allerdings nun auch in Aldenrade sehr wohl. Ich bin hier toll aufgenommen worden.“ Letztlich hätte sie mit einem knapperen Derby gerechnet, „weil Wedau im Saisonverlauf stärker geworden ist. Eine Halbzeit lang war es ja auch eng, dann haben wir aber zum Glück noch einmal Gas gegeben.“ Den Vorwärtsgang des TVA konnte der ETuS, der allerdings auch mit einer 7:0-Zeitstrafen- und 7:0-Siebenmeter-Bilanz gegen sich hadern musste, nicht bremsen. Janhsen: „Das sind Front-Runner. Wenn du sie lässt, dann sind sie auch weg und bestrafen jeden Fehler. Da müssen wir jetzt einen Haken drunter machen. Wir sind jetzt spielfrei, können also in sechs Trainingseinheiten Gas geben und dann geht es nach St. Tönis.“

Bester Laune war TVA-Trainer Manfred Wählen: „So kann man in ein neues Jahr starten. Das war ein richtig starkes Spiel von uns.“ Besonders der 10:0-Lauf zu Beginn der zweiten Hälfte begeisterte den TVA-Coach. „Das war eine Super-Leistung in der Deckung. Aber auch im Angriff haben wir flüssig und dynamisch gespielt. Aus so einer Leistung ist niemand hervorzuheben.“ Nun geht es gegen St. Tönis weiter. „Da haben wir noch eine Rechnung offen“, will sich Wählen für die Hinspielniederlage revanchieren.