HSG Ve/Ru/Ka feiert Aufstieg in die Landesliga

Pure Freude: Die HSG-Handballer feierten ausgelassen den Aufstieg in die Landesliga.
Pure Freude: Die HSG-Handballer feierten ausgelassen den Aufstieg in die Landesliga.
Foto: Michael Dahlke
Was wir bereits wissen
Der Handball-Bezirksligist verwandelt seinen ersten Matchball gegen die GSG Duisburg und macht die Nacht zum Tag.

Duisburg.. HSG Ve/Ru/Ka –
GSG Duisburg 27:23 (13:15)

HSG: Coß (7), Rosky (6), Dickel (5), Fischer (4), Wistuba (2), Giesbertz, Oploh, Rawanbachsch.
GSG: Potrafki (7), Michel (5), Höpfner (3), Stratemeier, Weiland, Cornelius (je 2), Berikowski, Baran.

Es war der erste Matchball für die Bezirksliga-Handballer der HSG Vennikel/Rumeln/Kaldenhausen, den direkten Wiederaufstieg in die Landesliga unter Dach und Fach zu bringen. Nach einem packenden Spiel und dem am Ende doch deutlichen 27:23 (13:15)-Erfolg über die GSG Duisburg in der heimischen Halle am AEG kannte der Jubel bei den Gastgebern dann keine Grenzen mehr.

„Ich habe immer gesagt, dass wir den Abstieg wieder gut machen können und fest daran geglaubt. Blöd war nur, dass sich meine Jungs mit der geplanten Aufstiegsfeier unnötig selber unter Druck gesetzt haben. Man hat während der Partie gemerkt, dass nicht immer alle Köpfe frei waren“, konnte sich HSG-Trainer Peter Wiedemann ein paar Freudentränen nicht verkneifen.

Vor allem war der Aufstiegscoach froh und dankbar, dass der Rumelner Vorstand ihm nach dem Abstieg weiter das Vertrauen geschenkt und damit die Chance zur Wiedergutmachung gegeben hat. Doch auch sein Gegenüber, GSG-Trainer Björn Peiler, der die Mannschaft aus dem Duisburger Süden erst im Winter übernommen hat, war mit der Leistung seines Teams zufrieden: „Dass die HSG aufsteigen würde, war nach dem Saisonverlauf klar und es ist auch vollkommen verdient. Wir wollten es den Rumelnern aber dennoch so schwer wie möglich machen und ich denke, das ist uns – gerade in der ersten Hälfte – sehr gut gelungen.“ Die restlichen Saisonspiele will der in Rumeln aufgewachsene Peiler nun schon zur Vorbereitung auf die neue Spielzeit nutzen. Denn langfristig würde die GSG der HSG gerne in die Landesliga folgen.

Die Partie selber bot den Zuschauern ein über weite Strecken ausgeglichenes und faires Spiel, in dem beide Seiten mit hohem Tempo um jedes Tor kämpften. Entsprechend konnte sich keine Mannschaft auf mehr als drei Tore absetzen. Erst in der 38. Minute konnten die Gastgeber erstmals seit dem 6:5 wieder in Führung gehen (17:16). In der Schlussphase gelang es der HSG dann – zum Teil sogar in Unterzahl – die eigene Klasse zu präsentieren und bis auf 25:20 davon zu ziehen. Zwar kam die GSG noch einmal ein Stückchen heran, doch am Ende nutzten die favorisierten Rumelner bereits ihren ersten Matchball, um den Aufstieg perfekt zu machen.

Kronen für die Aufsteiger

Bereits in der 59. Minute, als die HSG mit 25:22 vorn lag und ein Spieler der Gäste eine zweiminütige Zeitstrafe kassierte, stand der Ausgang der Partie fest. Entsprechend erhob sich das begeisterte Publikum, sodass die Rumelner das Spiel bei Standing Ovations beendeten. Trotz einiger Schwächephasen im Spielverlauf wussten die siegreichen Rumelner sofort, wem sie den Sieg und damit den Aufstieg auch verdanken. Das komplette Team stürzte sich zu einem sogenannten „Schweinehaufen“ auf Torwart Christian Gottschalk, der in der Vorsaison aus Freundschaft zu Trainer Peter Wiedemann einen Platz im Kader der HSG einnahm und nun mit Mitte 30 den Landesliga-Aufstieg feiern darf.

Natürlich hatten es sich die Rumelner auch nicht nehmen lassen, die obligatorischen Aufstiegsshirts drucken zu lassen und so bereits kurz nach dem Abpfiff in einheitlicher Kleidung durch die Halle zu tanzen. Als Krönung gab es für alle eine Plastikkrone, die natürlich von allen gerne auf dem Kopf getragen wurde – sogar vom Trainer.

Bei der abschließenden Feier im Vereinsheim am Rumelner Waldborn machten dann Spieler und Fans bei Essen und Getränken und angeheizt durch einen DJ die Nacht zum Tag. Sollten alle Teams in einer Gruppe landen, stehen sich in der kommenden Landesliga-Spielzeit gleich vier Duisburger Westvereine zu Derbys gegenüber.