Homberg will noch fünf Neue holen

Hombergs Cengizhan Erbay zählt zu den Spielern, die auch nach dem Abstieg weiter beim VfB Homberg bleiben.
Hombergs Cengizhan Erbay zählt zu den Spielern, die auch nach dem Abstieg weiter beim VfB Homberg bleiben.
Foto: Lars Heidrich
Was wir bereits wissen
Zur Saison 2015/16 soll nach dem Abstiegsfrust wieder mehr Freude am Rheindeich Einzug halten. Der neue Coach Stefan Janßen bringt Peter Cernuta als Assistenten mit.

Exakt 20 Punkte fehlten den Fußballern des VfB Homberg in der Endabrechnung, um den Klassenerhalt in der Oberliga Niederrhein zu schaffen. In 34 Partien kassierten die Gelb-Schwarzen 22 Pleiten und 74 Gegentore. Damit blieben keine Fragen offen. „Wir sind nicht durch Pech abgestiegen, sondern ganz deutlich“, fasst Abwehrspieler Ognjen Petrovic zusammen.

Als der K.o. am 3. Mai nach einem 1:3 bei Schwarz-Weiß Essen endgültig besiegelt war, da benötige Vizepräsident Wolfgang Graf auf der Tribüne am Uhlenkrug ein paar stille Minuten. „Das Stadion war schon leer. Ich habe da noch alleine gesessen und das alles sacken lassen. Das ganze Jahr hat Kraft gekostet und Spuren hinterlassen. Ich habe auf meine Gesundheit keine Rücksicht genommen und dafür von meiner Frau zu Hause mehrfach die Gelbe Karte gezeigt bekommen“, lässt der Versicherungsfachmann durchblicken.

Zur Saison 2015/16 soll wieder mehr Freude am Rheindeich Einzug halten. Der neue Coach Stefan Janßen, der Günter Abel auf der sportlichen Kommandobrücke ablöst und Peter Cernuta als Assistenten an den Rheindeich mitbringt, startet am 7. Juli. 17 Spieler umfasst das aktuelle Aufgebot, darunter sind erfahrene Haudegen wie Thomas Schlieter, Almir Sogolj und Sunay Acar. Fünf neue Spieler sollen noch geholt werden. Graf: „Wir wollen mit einem 22er-Kader starten. Wir sondieren in den Bereichen Mittelfeld, Spielgestaltung und Verteidigung.“ Für links hinten könnte eine Variante auch aus dem eigenen Lager kommen. Zwar wurde Ognjen Petrovic offiziell verabschiedet, aber ganz zu scheint die Tür nicht zu sein. „Ich würde mich freuen, wenn Ognjen bleibt“, so Graf. Der Haken: Petrovic wohnt in Haan, hat somit eine relativ weite Anreise zu bewältigen. „Der Aufwand wäre für die Landesliga zu groß“, sagt der Defensivmann – und lässt sich ebenfalls einen Türspalt offen: „Ich bin immer bereit, mir etwas anzuhören.“ Wenn sich die Wege trotzdem trennen, drückt Petrovic dem VfB die Daumen: „Hier sind Leute mit unheimlich viel Herzblut und Einsatz dabei. Ich hoffe, dass Homberg schnell zurückkommt.“

Auch Hoffnungsträger Sebastian Schweers konnte den Hebel nicht herumreißen. „Das Brett mit den ganzen Fehlern war zu groß. So konnte man nicht drinbleiben. Das hat sich früh abgezeichnet.“ Auf Mallorca lässt Schweers seit Montag das Frusthalbjahr mit den ebenfalls abwandernden „Saki“ Mitrentsis und Jura Adolf ausklingen.