Hoffnung bis zur letzten Sekunde

Banges Hoffen auf die Wende im letzten Spiel. Doch nach dem 2:0 beendete Viktoria-Kapitän Daniel Müller seine aktive Laufbahn ohne Aufstieg
Banges Hoffen auf die Wende im letzten Spiel. Doch nach dem 2:0 beendete Viktoria-Kapitän Daniel Müller seine aktive Laufbahn ohne Aufstieg
Foto: Michael Dahlke
Trotz des 2:0-Sieges gegen Genc Osman verpasst Buchholz den Aufstieg. Mit einem Punkt Vorsprung wird Blau-Weiß Oberhausen Meister

Aufstiegs-T-Shirts waren auf dem Karl-Dölzig-Platz nicht zu entdecken. Bei drei Punkten Abstand zu Spitzenreiter Blau-Weiß Oberhausen hatten die Bezirksliga-Kicker von Viktoria Buchholz lieber auf den Druck der beliebten Erinnerungsstücke für den vielleicht doch noch eintretenden – aber eher unwahrscheinlichen – Fall der Fälle am letzten Spieltag verzichtet. Letztlich war es die richtige Entscheidung – die Grün-Schwarzen konnten den neuen Meister aus Lirich nicht mehr einholen. „Dennoch haben wir bis zur letzten Sekunde gehofft – auch wenn man nicht geglaubt sagen kann“, stellte Dennis Heth die Gefühlslage der Buchholzer da.

Und hoffen durften der Co-Trainer und sein Team auch bis zum finalen Schlusspfiff. Denn so wahrscheinlich die Meisterschaft vorher für Blau-Weiß Oberhausen auch gewesen sein mag – am Ende fehlten der Viktoria nach dem 2:0 (1:0) gegen Genc nur zwei Tore, um doch noch Verwendung für Aufstiegs-Shirts zu haben. Eines in Buchholz uns eines in Oberlohberg.

Nur zwei Tore fehlten

Der Draht zum Spiel der Blau-Weißen bei der bereits abgestiegenen SGP glühte. „Immer noch 0:0. Und Oberlohberg soll besser sein“, ließ der Flurfunk am Seitenrand verlauten. So warf Buchholz alles nach vorn, um den beiden Toren von Markus Raue (18., Freistoß) und Sebastian Schröder (56., Kopfball) noch den dritten Treffer folgen zu lassen, der die Viktoria bei einem 1:0 von Oberlohberg über das Torverhältnis zum Meister machen könnte. Da Genc gut dagegen hielt, gelang dies nicht – da Blau-Weiß das Remis in Oberlohberg über die Zeit brachte, wäre das 3:0 aber auch obsolet gewesen.

„Leider hat es am Ende nicht gereicht. Aber wir freuen uns dennoch über eine starke Saison von uns. Gerade in der Rückrunde waren wir richtig gut und sind als Team immer mehr zusammengewachsen“, fasste Heth zusammen, der den bereits im Urlaub weilenden Coach Michael Roß vertrat. „Wir haben uns selbst für die harte Arbeit des letzten Jahres belohnt und lassen die Saison jetzt noch gemütlich ausklingen.“ Da Kapitän Daniel Müller nach vier Jahren in Buchholz seine Schuhe an den Nagel hängt und Keeper Maik Hoppe nach acht Jahren in die „Zweite“ geht, gab es im Vereinsheim ohnehin noch einiges zu feiern.

Ilyas Basol fühlte sich an das Saisonfinale vor einem Jahr erinnert, als Repelen ebenfalls mit nur einem Punkt Vorsprung vor seinem Team Meister wurde. „Ich kann die Gefühlslage der Buchholzer gut nachvollziehen“, so der Genc-Coach, der die weiteren Neuzugänge Muhammet Kara (Hamborn 07) und Atabey Kaplan (DJK Lintfort) verkündete. „Wenn es trotz so einer starken Saison am Ende dann dennoch nicht reicht, muss man Blau-Weiß aber auch großen Respekt zollen.“