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Hoch hinaus

20.01.2015 | 22:00 Uhr
Hoch hinaus
Am spielfreien Tag ging für Pia Clauberg vom EVD und das DEB-Team auf 3300 Meter Höhe.

Duisburg.   Pia Clauberg vom EV Duisburg machte ihre erste WM-Erfahrung in den französischen Alpen auf 1250 Metern Höhe. Laetitia Ebert wurde inzwischen für das deutsche U-15-Team nominiert.

Alpe d’Huez dürfte vielen Sportfans ein Begriff sein. Diese Bergetappe der Tour de France ist ein Synonym für kraftraubende Anstiege. Einen „Anstieg“ in ihrer Laufbahn als Eishockeyspielerin erlebte Pia Clauberg, die im Nachwuchs und im Damenteam des EV Duisburg spielt und per Doppellizenz auch beim Bundesligisten EC Bergkamen zum Einsatz kommt. In Vaujany, ganz in der Nähe des berühmten Alpenortes, kämpfte die deutsche U-18-Nationalmannschaft bei der B-WM um den Aufstieg in die Top-Division. Das gelang zwar nicht – Pia Clauberg jedoch ist um eine Erfahrung reicher.

„Möglicherweise war tatsächlich auch die Höhe für die Gast-Teams zumindest am ersten Spieltag belastend“, sagte Dirk Clauberg, Vater der EVD-Spielerin und selbst Skaterhockey-Trainer in Kaarst. „Die Eishalle ist wunderschön in einen Berg hineingebaut worden, liegt aber eben auch auf 1250 Metern Höhe. Die Französinnen haben natürlich auch vor dem Turnier dort trainiert. Das ist ein Riesenvorteil.“ So ging das erste Spiel der deutschen Mannschaft auch gleich mächtig in die Hose. Mit 3:7 musste sich das DEB-Team der Slowakei geschlagen geben.

Danach hatte sich das Team ins Turnier „gefuchst“. Dem 6:2 gegen Österreich folgte eine knappe 3:4-Niederlage gegen die Gastgeberinnen, die schließlich auch die B-WM gewannen und damit den Aufstieg schafften. Damit war das Rennen um vordere Plätze gelaufen. Doch gegen Ungarn, das zuvor die Slowakei mit 7:1 geschlagen hatte, siegten die deutschen U-18-Mädchen mit 7:0, kassierten am letzten Spieltag aber noch eine 1:2-Niederlage gegen Norwegen.

„Wir sind zwar am Ende leider nur Vierter geworden, dennoch habe ich mich sehr gefreut, dass ich dabei sein konnte und das Trikot der Nationalmannschaft tragen durfte“, sagte die junge EVD-Spielerin. Wenn sie erneut berufen wird, hätte sie zudem die Möglichkeit, in der kommenden Saison erneut den Aufstieg mit dem U-18-Team anzustreben – jung genug ist sie dafür. Neben den Eindrücken auf dem Eis gab es für die Spielerinnen auf der Players Party die Gelegenheit, mit den Spielerinnen der anderen Nationen ins Gespräch zu kommen. „Beeindruckend war am spielfreien Tag auch der Ausflug auf 3300 Meter Höhe“, berichtet ihr Vater vor Erlebnis in den französischen Alpen. Gegen Ende der Saison werden die nächsten Lehrgänge stattfinden.

Derweil darf sich mit Laetitia Ebert die nächste EVD-Spielerin über eine erneute Berufung freuen. Sie bestreitet vom 6. bis 8. Februar mit der U-15-Nationalmannschaft ein Turnier in Langnau (Schweiz).

Friedhelm Thelen

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2015-01-20 22:00
Duisburg