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Himmighofens Hand kostet FCR den Sieg

11.11.2012 | 22:10 Uhr
Himmighofens Hand kostet FCR den Sieg
Kozue Ando ließ zwei Großchancen aus, die FCR-Führung auszubauen.Foto: Lars Fröhlich

Duisburg.   Starke Leistung in Bad Neuenahr wird lediglich mit einem Punkt belohnt. Marina Himmighofen muss mit Gelb-Rot vom Platz.

SC Bad Neuenahr –
FCR 2001 Duisburg 1:1 (0:1)

FCR: Harris – Weichelt, Himmighofen, Hellfeier, Reed – Silva (90. Neboli), Ando, Oster, Banecki – Martens, Islacker (85. Streng).
Tore: 0:1 Islacker (41.), 1:1 Okoyino da Mbabi (75., Handelfmeter).
Gelb-Rot: Himmighofen (74., FCR).

Marina Himmighofen war untröstlich. Die Vizekapitänin des FCR 2001 Duisburg war die einzige, die sich nach der Partie beim SC Bad Neuenahr Vorwürfe machte, während ihre Mitspielerinnen versuchten, sie wieder aufzurichten. Dabei konnte „Himmi“ wohl nur sehr wenig dafür, dass der Frauenfußball-Bundesligist auch im Rheinland den erhofften Befreiungsschlag verpasste und mit einem 1:1 (1:0) zufrieden sein musste.

Entscheidend dabei: die 74. Minute. Im Strafraum sprang der Ball gegen die Hand von Marina Himmighofen. Schiedsrichterin Inka Müller-Schmäh überlegte einen Moment, zeigte dann auf den Punkt und verwies die FCR-Innenverteidigerin mit gelb-roter Karte des Feldes. „Das war mit Sicherheit keine Absicht“, schimpfte der Sportliche Leiter Jörg Schemberg nachher. Sei es, wie es sei: Deutschlands Fußballerin des Jahres, Celia Okoyino da Mbabi, schnappte sich den Ball und überwand Ashlyn Harris vom Punkt zum Ausgleich.

Interimstrainerin Petra Hauser war bedient: „Wir haben uns extrem gesteigert und sind natürlich sehr, sehr unglücklich, weil wir den verdienten Sieg nicht geschafft haben.“ Im Gegensatz zum 1:3 gegen den 1. FFC Frankfurt trat die Mannschaft diesmal von der ersten Minute an selbstbewusst auf – und das ohne eine bewährte Stammkraft. Petra Hauser hatte nämlich auf Laura Neboli verzichtet: Die Italienerin, gegen Frankfurt bisweilen überfordert, erhielt eine „schöpferische Pause“. Dafür bildeten erstmals Marina Himmighofen und Alice Hellfeier die Innenverteidigung.

Das klappte über weite Strecken recht gut; die klarste Chance der ersten Hälfte bot sich aber trotzdem den Gastgeberinnen, als Nicole Rösler aussichtsreich aus fünf Metern verzog (40.). Im Gegenzug war es dann Mandy Islacker, die nach Vorarbeit von Kozue Ando zur Duisburger Führung einschoss.

Nach dem Wechsel hätte der FCR sogar davonziehen können, doch Nationalkeeperin Almuth Schult klärte zweimal stark gegen Kozue Ando. Stattdessen brachte Himmighofens Pech den Gastgebern noch den Ausgleich.

Thomas Kristaniak



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