Henkelüdecke soll DSV-A-Jugend retten

Dieter Henkelüdecke will den DSV vor dem Abstieg bewahren.
Dieter Henkelüdecke will den DSV vor dem Abstieg bewahren.
Foto: Jiri Kollmann
Was wir bereits wissen
Trainerroutinier ist bei den Wanheimerortern schon der dritte Übungsleiter in der laufenden Saison. Abstiegskampf statt Aufstiegshoffnung.

Duisburg..  Für die A-Jugend-Fußballer des Duisburger SV 1900 gilt seit dem Aufstieg in die Leistungsklasse seit drei Jahren: Der Verein will seinen Nachwuchs gerne in der Niederrheinliga sehen. Für die Wanheimer­orter gilt aber auch: Jahr für Jahr versemmeln die A-Junioren dieses Projekt und verschleißen dabei ihre Trainer. In der laufenden Saison heuerte nun schon der dritte Coach an der Düsseldorfer Straße an: Dieter Henkelüdecke. Der alte Trainerfuchs soll erst einmal das Schlimmste verhindern: den Abstieg aus der Leistungsklasse.

Nach zwei turbulenten Jahren sollte Trainer Horst Nelles in dieser Saison für Ruhe und Erfolg sorgen. Anfang Dezember war dieses Engagement jedoch schon wieder beendet. Nachfolger Stefan Hohensee war schon wieder weg, bevor er richtig angekommen war. „Es passte nicht“, heißt es beim DSV 1900.

Dieter Henkelüdecke, der nun von der SG Schönebeck zum DSV kam, sieht sich weder als Kurzzeittrainer, noch als Feuerwehrmann. „Ich würde beim DSV gerne längerfristig etwas bewegen“, so der 66-Jährige. Trotzdem stehen zunächst einmal Erste-Hilfe-Maßnahmen an: den direkten Abstieg vermeiden, im Idealfall auch die Relegationsplätze hinter sich lassen.

Wenn das alles gelingt, will Henkelüdecke seine Fußball-Philosophie umsetzen und junge Talente für den Seniorenbereich fit machen. „Darum geht es in der Jugendarbeit doch. Durch meine Hände gingen Spieler wie Thomas Strunz, Thomas Kempe oder der heutige Wolfsburger Frauentrainer Ralf Kellermann“, so Henkelüdecke, der in diesem Jahr sein 50-jähriges Trainerjubiläum feiert. Und das will er sich nicht mit einem Abstieg in die „Bauernliga“ verderben.