Heilende Hände helfen den Füchsen

André Huebscher und Co. ließen es gegen Regensburg krachen. Nach dem Halbfinalsieg gegen die Donaustädter treffen die Füchse nun auf den EHC Freiburg – im finalen Duell um den Aufstieg in die DEL2.
André Huebscher und Co. ließen es gegen Regensburg krachen. Nach dem Halbfinalsieg gegen die Donaustädter treffen die Füchse nun auf den EHC Freiburg – im finalen Duell um den Aufstieg in die DEL2.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Günni Bruns und der Mannschaftsarzt von Jahn Regensburg standen dem EVD erfolgreich zur Seite. Am Freitag startet das Play-off-Finale im Breisgau. Sonntag Heimspiel an der Wedau.

Duisburg..  Das ist die Stärke dieser Mannschaft – letztlich kann jede Reihe des EV Duisburg ein Eishockeyspiel entscheiden. Und manchmal, da sind es auch die heilenden Hände und die gute Kontakte von Physiotherapeut Günter Bruns. Als Stürmer Fabio Pfohl zu Beginn des zweiten Drittels in Regensburg nach einem Check in die Kabine musste, kümmerte sich nicht nur „Massa“ um ihn – sondern auch der Mannschaftsarzt des Fußball-Drittligisten SSV Jahn Regensburg. „Günni hat einfach hervorragende Kontakte. So hatten wir bei den Auswärtsspielen einen Arzt vor Ort. Das ist eine gute Sache“, freute sich Füchse-Coach Uli Egen. So kam Pfohl nach der Pause zurück – und erzielte im letzten Drittel noch das 5:1.

Mit dem 6:1-Auswärtssieg gegen den EV Regensburg, der bemerkenswert deutlich ausfiel, schafften die Füchse den Sprung ins Play-off-Finale der Eishockey-Oberliga. Nun geht es gegen den EHC Freiburg, wobei die Breisgauer zunächst Heimrecht haben. Nicht weil der EHC als bestes Südteam gegenüber der besten Mannschaft aus dem Eishockey-Norden besser platziert wäre – sondern weil die Regularien das so vorsehen. „Das war ja seit Saisonbeginn klar. Vor zwei Jahren hatte Kassel Heimrecht, letztes Jahr gab es aufgrund der DEL2-Aufstockung keine Play-offs – nun ist der Süden an der Reihe. So ist das halt“, nimmt es Egen sportlich.

Videoanalyse bewährte sich

Dabei könnte das Heimrecht eine Rolle spielen – denn beide Teams sind nicht nur deswegen vergleichbar, weil sie ihre jeweilige Oberliga-Staffel dominiert haben. „Freiburg spielt wie wir mit vier Sturmreihen und sechs Verteidigern, gehen immer hohes Tempo“, so Egen. Wer auf gute Omen setzt, muss sich allerdings nur an die Saison vor zehn Jahren erinnern: Beim DEL-Aufstieg 2005 besiegten die Füchse den EV Regensburg im Halbfinale und hatten gegen Primus Straubing im Finale ebenfalls kein Heimrecht.

Gerade die Tugenden der Auswärtsspiele aus der Regensburg-Serie gilt es nun zu konservieren. „Bei fünf gegen fünf waren wir die klar bessere Mannschaft. Wir haben unsere erste Reihe gegen den ersten Block der Regensburger spielen lassen und haben sie damit gut aus dem Spiel genommen“, so Egen. Dabei haben die Stürmer ihre Defensivausgaben gut gelöst – und auch die Verteidiger Markus Schmidt und Pascal Zerressen haben dicht gemacht. Egen: „Wir können aber niemanden herausheben. Das gesamte Team hat wie immer stark gespielt. Ein Beispiel dafür ist Christoph Ziolkowski.“ Zudem hat sich die Videoanalyse des Regensburger Powerplays gelohnt. Denn auch beim Penaltykilling erwies sich das Duisburger Team als stark, musste nur das 1:2 hinnehmen.

Mit Blick auf das Finale scheinen die meisten Spieler – abgesehen von Maximilian Faber – fit zu sein. Auch Stürmer Stephan Fröhlich könnte ins Team zurückkehren. „Er wird es morgen wieder versuchen“, so Egen. Fröhlich war natürlich auch bei dieser Serie zumindest als Zuschauer dabei. Dass er es kaum erwarten kann, wieder einzusteigen, war dem Angreifer anzumerken. Aber das ist ja auch kein Wunder.

Info:

Wie schon gemeldet findet der Vorverkauf für das erste Heimspiel der Füchse (Sonntag, 19. April, 18.30 Uhr) am Dienstag und Donnerstag jeweils zwischen 16.30 Uhr 19.30 Uhr statt. Am Dienstag sind auch von 17.30 Uhr bis 19.30 Uhr Karten für die Auswärtsfahrt am Freitag beim Fan-Dachverband DDEF zu erwerben.

Voll wird es am Sonntag allemal: Denn der EHC Freiburg hat angekündigt, dass vier Busse Richtung Duisburg fahren werden.