Halbfinale ist zum Greifen nah

Raphael Joly (rechts) und seine Kollegen wollen am Dienstag alles klarmachen.
Raphael Joly (rechts) und seine Kollegen wollen am Dienstag alles klarmachen.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Am Dienstag wollen die Füchse im dritten Spiel gegen die Indians den Einzug in die nächste Play-off-Runde der Oberliga perfekt machen. Egen zur Chancenverwertung: „Top! Top! Top!“

Duisburg..  Diese Ansage hat gesessen! 5:0 im ersten Viertelfinalheimspiel gegen die Hannover Indians – das ist deutlich, aber im Rahmen des Üblichen, wenn ein klarer Favorit ins Rennen geht. Aber ein 12:1, dazu noch auswärts am stimmungsvollen Hannoveraner Pferdeturm – das wiederum unterstreicht die eigenen Aufstiegsambitionen in die 2. Liga dick und fett. Am Dienstag (19.30 Uhr, Scania-Arena) will der Eishockey-Oberligist EV Duisburg das Halbfinale in der Mindestanzahl von drei Spielen klarmachen. „Das ist natürlich unser Ziel. Dann können wir Kraft für die nächste Aufgabe sparen“, sagt Füchse-Coach Uli Egen.

Obwohl – oder gerade weil – es so deutlich war, geriet das Spiel aus Sicht der Fans zu einem Freundschaftsbesuch. Und zwar zu einem derart gelungenen, dass die sozialen Medien voll des Lobes sind. „Vielen Dank an euch Duisburger für den coolen Abend heute. Kommt gut nach Hause. Ihr seit immer gerne gesehen bei uns am Turm“, schrieb ein ECH-Fan auf der Facebook-Seite der Füchse. Eine andere Hannoveranerin schrieb: „Danke für diese unglaubliche Party heute Abend am Turm! Ihr habt klasse gefeiert mit uns. Da tat die Niederlage nur halb so weh. Da konnte ich mich auch als Ordnerin nicht zurück halten und musste ein bisschen mitfeiern.“ So haben die in drei Bussen und zahlreichen Privatfahrzeugen mitgereisten EVD-Fans ihren Verein und ihre Stadt offenbar sehr gut vertreten.

„Am Freitag hatten wir zunächst noch das Problem, nach zwölf Tagen Pause wieder in den Rhythmus zu finden“, sagte Egen zum Sportlichen. So haperte es gerade im ersten Drittel gegen tapfer kämpfende Indians mit dem Toreschießen. Diese Kategorie meisterten die Füchse am Sonntag jedoch bestens. Egen beschreibt das so: „Top! Top! Top!“

Mit Christoph Ziolkowski machte sich diesmal ein Stürmer zum Mann des Abends, der nicht in der ersten oder zweiten Reihe in Erscheinung tritt. „Ja, das hat mich gefreut. Wir haben die Reihen ein wenig verändert. Das scheint funktioniert zu haben“, sagte Egen über die vier Tore des Angreifers.

Stephan Fröhlich setzt aus

Am Dienstag werden die Füchse vorsichtshalber auf Stephan Fröhlich verzichten. „Er hatte sich leicht verletzt und am Sonntag nach dem zweiten Drittel auch nicht mehr gespielt“, will Egen kein Risiko eingehen. Ansonsten aber können die Füchse in Bestbesetzung antreten – und hoffen erneut auf eine „2“ zu Beginn der Zuschauerzahl. In der Serie zwischen dem EHC Freiburg, dem Süd-Ersten, und dem EHC Bayreuth ging es derweil heftig zur Sache. Eine wahre Strafenflut von 119 Strafminuten spricht von der Schärfe dieses Duells. Sogar Bayreuths Trainer Sergej Waßmiller kassierte eine Matchstrafe.

Sollte der EVD gegen Hannover weiterkommen – wonach es ganz offensichtlich aussieht – müssen die Füchse noch ein paar Tage länger auf ihren Gegner warten. Da Leipzig das Duell mit den Hannover Scorpions zu gewinnen scheint, wären die Füchse das besser platzierte nördliche Team und bekämen es mit dem schlechter platzierten Süd-Klub zu tun. Da auch Freiburg mit 2:0 Siegen gegen Bayreuth führt, liefe es auf den Sieger des Duells zwischen den Selber Wölfen und dem EV Regensburg hinaus. Hier haben beide Teams jeweils ein Spiel für sich entschieden.