Große Personalsorgen beim MSV II

Abschiedsvorstellung: Kapitän Maik Goralski (rechts) spielt letztmals für den MSV II.
Abschiedsvorstellung: Kapitän Maik Goralski (rechts) spielt letztmals für den MSV II.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Für die Reserve der Zebras klingt die Oberliga-Saison bereits am Samstag mit dem Heimspiel gegen den TV Jahn Hiesfeld aus. Coach Wölpper improvisiert.

Duisburg..  Die Kicker des MSV Duisburg II setzen bereits am Samstag zum Schlussspurt in der Oberliga an. Wenn es nach Manfred Wölpper geht, kann beim finalen Heimspiel um 15 Uhr gegen den TV Jahn Hiesfeld von einem Spurt aber keine Rede sein. „Wir schleppen uns auf die Zielgerade“, sagt der Trainer, „es wird sehr interessant am Samstag. Denn wir haben große Personalsorgen.“

Die ohnehin schon angespannte Lage durch die Ausfälle der rotgesperrten Steffen Böhm und Georgios Mantatzidis sowie des langzeitverletzten Tim Kallenbach hat sich zum Abschluss noch einmal verschärft. Joao Pedro zog sich beim 3:3 in Kapellen eine Gehirnerschütterung zu. Tarkan Yerek sah dort die fünfte Gelbe Karte und wird somit beim letzten Spiel vor seinem Wechsel zum 1. FC Bocholt nur zuschauen können. Mano Ioannidis bekam einen erneuten Schlag auf die seit dem Spiel gegen Velbert lädierte Rippe und Maik Goralski plagt eine Reizung der Patellasehne. Der Kapitän wird gegen seinen zukünftigen Arbeitgeber aber dennoch auflaufen. „Maik muss auf die Zähne beißen. Sonst wird es schwer, genügend Leute zusammenzukriegen“, so Wölpper.

Etwas Hilfe wird aus der A-Jugend kommen. Burak Yildiz, der in Kapellen ein solides Debüt gab, wird erneut in der Innenverteidigung auflaufen, im Tor wird Adnan Laroshi stehen, der ebenfalls in der kommenden Saison in den U-23-Kader aufrückt. Die Saison mit dieser Notelf nach elf Spielen ohne Sieg doch noch mit einem Heimerfolg abschließen zu können, wird keine leichte Sache. Freilich hofft der Coach aber, dass sein Team den eigenen Zuschauern noch einmal etwas bietet. „Viele Jungs werden in diesem Spiel Abschied nehmen. Ich hoffe, dass sie noch einmal richtig Vollgas geben.“

Ein Abschiedsspiel wird es auch für Deniz Aycicek werden. Der Mittefeldmann aus dem Profikader, der noch ohne neuen Verein ist, hat beim designierten Zweitliga-Team keine Zukunft mehr, spult aber zuverlässig seine Leistung in der Reserve ab. Dafür ist Wölpper dem 24-Jährigen, der mit 14 Einsätzen fast schon zum Stammpersonal der U23 zählt, gerade bei der aktuellen Personalnot sehr dankbar: „Deniz hätte als Profi auch schon Schluss machen können, aber er spielt weiter für uns. Er hat sich immer super im Team eingebracht, ob er gespielt hat oder nicht. Dafür ziehe ich den Hut vor ihm.“