Gröger kehrt zu den Wurzeln zurück

Kehrt zurück an seine alte Wirkungsstätte: Kai Gröger schließt sich wieder der Eintracht an.
Kehrt zurück an seine alte Wirkungsstätte: Kai Gröger schließt sich wieder der Eintracht an.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Herren des TC Eintracht Duisburg schaffen den zweiten Aufstieg in Folge. Eigengewächs spielt nach zwölf Jahren wieder an alter Wirkungsstätte.

Duisburg..  Sportwart Rolf Söhngen gab die freudige Nachricht kurz vor Weihnachten per Telefon weiter. Die 1. Herren des TC Eintracht Duisburg schlagen in diesem Jahr wieder auf Verbandsebene auf. Der vierte Platz in der Aufstiegsrunde im vergangenen Sommer reichte am Ende für den sensationellen Durchmarsch von der Bezirksklasse A in die 2. Verbandsliga. Kapitän Sebastian Kersten ist stolz auf sein Team. „Es ist fantastisch, was in den letzten Jahren hier zusammen gewachsen ist. Einfach unglaublich“, so der 31-Jährige.

Zum sportlichen Glück gesellt sich zudem die frohe Botschaft über eine Rückkehr der besonderen Art. Kai Gröger, Duisburgs Ausnahmespieler und mehrfacher Stadtmeister, kehrt zurück zu den Wurzeln. „Ich habe damals versprochen, irgendwann zurückzukommen.“ Nun sei der richtige Zeitpunkt gekommen, so der mittlerweile 28-Jährige, der im zarten Alter von 10 Jahren die ersten Schritte auf der roten Asche an der Margaretenstraße machte. „Die Mannschaft und das tolle Vereinsleben haben den Ausschlag für die Rückkehr gegeben“, erklärt der leidenschaftliche Golfer (Handicap 10,8) weiter. Kersten ist glücklich über die gelungene Rückholaktion: „Wir sind sehr stolz und froh, dass Kai wieder ein Teil der Eintracht-Familie ist.“

Auch Wind kommt

Doch neben Gröger konnten die Eintracht-Verantwortlichen einen weiteren Coup landen. Vom TV Jahn Hiesfeld wechselt Tobias Wind an die Wedau. „Der Verein befindet sich in einem Umbruch. Die Jugend soll langsam aber sicher an die Herren- und Damenmannschaften herangeführt werden. Zudem planen wir wieder mit einer Herren 30, um in allen Altersklassen Medenspielmannschaften anbieten zu können“, so Präsident Joachim Kersten, der sich auf die Neuen freut: „Sie sind zwei starke Spieler, die das Niveau weiter anheben werden.“ Euphorie also im Eintrachtlager, dennoch bleibt Sebastian Kersten realistisch. „Unser erstes Ziel bleibt der Klassenerhalt“, meint der Kapitän. Zumal die Einteilung der Gruppen noch auf sich warten lasse. Ein wenig forscher geht Gröger an die Sache. Er kennt die Liga bestens, war mit dem TC Grunewald Dauergast und weiß um die Stärke der Liga. „Dennoch“, so Gröger, „sollten wir in der Lage sein, eine gute Rolle zu spielen.“

Mit den Ausnahmespielern Rene Dunzer, Gröger, Wind und dem Niederländer Alwin van Engelenburg sind die Positionen eins bis vier stark besetzt. Dazu gesellen sich die etablierten Kräfte wie Martin Schroers, Sebastian und David Kersten, Sven Seehofer und Nico Paulerberg. „Ich habe selten in einer stärkeren Mannschaft gespielt“, bekräftigt Kersten. Wie stark die Eintrachtler sind, bekommen die Gegner derzeit in der Winterhallenrunde zu spüren. Nach zwei Spieltag führt Eintracht die Gruppe an, spielt am kommenden Samstag (17 Uhr, Halle Sportschule Wedau) gegen Blau-Weiß Spellen. Der dritte Aufstieg in zwei Jahren scheint in Reichweite.