Grippewelle bremst Füchse aus

Eugen Alanov (ein Tor, links) und Jan Barta (drei Treffer, rechts) waren maßgeblich am Essener Sieg gegen den EVD beteiligt. André Huebscher war Vorlagengeber bei Duisburger Tor zum 1:1.
Eugen Alanov (ein Tor, links) und Jan Barta (drei Treffer, rechts) waren maßgeblich am Essener Sieg gegen den EVD beteiligt. André Huebscher war Vorlagengeber bei Duisburger Tor zum 1:1.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Nur 13 Feldspieler standen dem EV Duisburg im bedeutungslosen Abschlussspiel zur Verfügung – mit 2:6-Niederlage bei den Moskitos Essen.

Duisburg..  Manch ein Fuchs dürfte sich gefragt haben, wie das nochmal heißt, wenn der Gegner mehr Tore schießt. Verlieren. Zum Abschluss der Hauptrunde in der Eishockey-Oberliga West, in der der EV Duisburg mit 18 Punkten Vorsprung Meister geworden ist, unterlagen die Füchse mit 2:6 (1:1, 1:2, 0:3), konnten aber grippebedingt auch nur auf 13 Feldspieler zurückgreifen.

Zunächst boten sich die beiden Ruhrrivalen in einem Spiel, in dem es um nichts mehr ging, dennoch einen heißen Kampf. Den ersten Jubel gab es auf Seiten der Stechmücken. Einen Fehler im Duisburger Aufbau bestrafte Essens Jan Barta mit dem Führungstreffer (11.), nachdem zuvor Robby Hein (8.) mit einer Großchance an EVD-Goalie Felix Bick gescheitert war. Doch nur 61 Sekunden nach dem Rückstand war Sebastian Busch zur Stelle, der das 1:1 besorgte. Kurz darauf klingelte es – aber nur am Duisburger Pfosten nachdem Tobias Brazda abgezogen hatte.

Im zweiten Drittel waren es schließlich die Duisburger, die vorlegten. Essen hatte gerade eine Unterzahlsituation überstanden, als Noureddine Bettahar abzog und so die 2:1-Führung für die Füchse herstellte. (25.). Doch auch die Essener fackelten nicht lange. Diesmal dauerte es 67 Sekunden, ehe Eugen Alanov den Gleichstand wieder herstellte. Er brach alleine durch und ließ Felix Bick keine Chance. Das Spiel ging weiter hin und her – und in der 29. Minute hatten die Essener Pfostenglück, als das Torgestänge Maximilian Faber im Weg stand. Die Vorentscheidung fiel neun Sekunden vor der zweiten Pause: Der EVD hatte sich zwei Strafzeiten eingehandelt, spielte danach gerade wieder zu viert, als die Scheibe zu Aaron McLeod sprang, der sie über die Linie schob. Nach dem Seitenwechsel schien die Luft mit dem 2:4 beim EVD raus zu sein. McLeod (46.) und noch zweimal Barta (53., 60.) stellten den Endstand zu Gunsten der Essener her.

„In der vergangene Woche ist die Grippewelle durch die Kabine geschwappt. Ich hoffe, dass jetzt alle durch sind“, sagte EVD-Trainer Matthias Roos. „Im zweiten Drittel waren wir bei fünf gegen fünf besser, machen aber einen Wechselfehler, der Eugen Alanovs Alleingang begünstigt, und lassen uns vor dem 2:3 zu zwei Strafzeiten provozieren. Mit Sebastian Busch und Christoph Ziolkowski standen mir nur zwei angeschlagene Center zur Verfügung, die beide 30 Minuten Eiszeit hatten, das aber gut gemacht haben.“

Moskitos Essen –
EV Duisburg 6:2

Drittel: 1:1, 2:1, 3:0
Tore: 1:0 (10:53) Barta (Alanov, McLeod), 1:1 (11:54) Busch (Joly, Huebscher), 1:2 (24:39) Bettahar (Neumann, Schneider), 2:2 (25:46) Alanov (Barta), 3:2 (39:51) McLeod (Barta, Hrstka/5-4), 4:2 (45:04) McLeod (Richter), 5:2 (52:50) Barta (Alanov, McLeod), 6:2 (59:27) Barta (Alanov, McLeod). Strafen: Essen 8, Duisburg 6. Zuschauer: 1050.