Geschenke gab’s nur für Erfurts Fans

Stephan Fröhlich blieb diesmal ohne Torerfolg, steuerte aber zumindest den Assist zum 6:1 bei.
Stephan Fröhlich blieb diesmal ohne Torerfolg, steuerte aber zumindest den Assist zum 6:1 bei.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
EV Duisburg lässt beim 7:1 gegen die Black Dragons nichts anbrennen. Füchse haben fristgerecht die Teilnahme am Lizenzierungsverfahren zur DEL2 beantragt.

Duisburg..  Zwei Fans der Black Dragons hatten sich auf den rund vierstündigen Weg von Erfurt nach Duisburg gemacht. Die beiden versuchen zu so vielen Spielen wie möglich zu reisen. „Und wir versuchen immer, uns einen Puck von der Heimmannschaft zu besorgen“, berichtete Nicole – eine dieser beiden. Das hörte auch Stadionsprecher Danny Ortwein, schnappte sich sein Handy und telefonierte kurz mit der Geschäftsstelle. In der zweiten Pause hatte es dann geklappt: Er konnte Nicole zwei EVD-Pucks samt Füchse-Logo überreichen – unter dem Jubel der Duisburger Fans.

Diese waren es auch, die aus sportlicher Sicht den meisten Grund zum Jubeln hatten. In der Endrunde der Eishockey-Oberliga Mitte gewannen die Schwarz-Roten sicher mit 7:1 (3:1, 2:0, 2:0). Von Beginn an bewegte sich das Spiel in eine Richtung. Dabei wehrten sich die Thüringer nach Kräften. Mit viel Laufarbeit spielten sie ein aggressives Forechecking, versuchten die favorisierten Füchse früh zu stören. Dennoch stand Erfurts Goalie Martin Otte oft unter Druck. In der achten Minute hatte es dann gerappelt: Markus Schmidt brachte den Puck in Überzahl vors Tor – und Fabio Pfohl fälschte die Scheibe entscheidend ab. Etwas über eine Minute später leisteten sich die Gastgeber eine Schlafmützigkeit: Der Puck lag vor dem Tor, keiner sah sich zuständig und Florian Lüsch stocherte erfolgreich zum 1:1 nach. Ein Doppelschlag von Dominik Lascheit und Christoph Ziolkowski in der 13. Minute sorgte dafür, dass das Geschehen auf dem Eis und der Spielstand auf der Anzeigetafel in einer sinnvollen Beziehung standen.

„Wir hätten in einigen Situationen einfacher spielen müssen“, so Teamchef Lance Nethery nach dem ersten Abschnitt. Auch im Mitteldrittel bestimmten die Füchse das Geschehen. Schon nach gut drei Minuten düpierte Pascal Zerressen Erfurts Keeper per Schlenzer zum 4:1. Beim 5:1 fälschte Dominik Lascheit einen Schuss von Mike Schmitz ab. Schon der dritte Treffer des Abends, der auf diesem Weg fiel. Dem sechsten Tor durch Noureddine Bettahar (44.) folgte ein kleiner Aufreger: Erst ließ Schiri Stefan Franz in einer umstrittenen Szene weiterlaufen, Sekunden später jubelte Dennis Fischbuch über das vermeintliche 7:1. Doch offenbar hatte keiner der drei Unparteiischen den Puck hinter der Linie gesehen. Es ging mit einem Bully weiter (50.). In Überzahl legte Kevin Orendorz dann doch das siebte Tor nach.

Inzwischen haben die Füchse im Hintergrund ihre Hausaufgaben erledigt und fristgerecht die Teilnahme am Lizenzierungsverfahren zur DEL2 beantragt. „Der eigentliche Lizenzantrag muss im Aufstiegsfall dann später gestellt werden“, so Füchse-Chef Sebastian Uckermann. Im Rahmen des aktuellen Antrags musste der EVD gemäß den Bestimmungen der DEL2 eine Sicherheitsleistung von 25 000 Euro hinterlegen.

Tore: 1:0 (7:29) Pfohl (Neumann, Faber/5-4), 1:1 (8:48) Lüsch (Sergerie), 2:1 (12:09) Lascheit (Orendorz, Neumann), 3:1 (12:24) Ziolkowski (Schmidt), 4:1 (23:03) Zerressen (Schmidt, Bettahar), 5:1 (29:20) Lascheit (Schmitz, Orendorz), 6:1 (43:06) Bettahar (Fröhlich), 7:1 (54:12) Orendorz (Lascheit, Ziolkowski). Strafen: Duisburg 2, Erfurt 8. Zuschauer: 1077.