Genc-Gerücht war Thema im Ausschuss

Das ging mal wieder flott. Nach einer knappen halben Stunde war die turnusmäßige Sitzung des Betriebsausschusses Duisburg-Sport im Rathaus am Burgplatz schon wieder vorbei. Große Aufreger gab’s diesmal nicht.

Einen höchstens: Als die Abstimmung zu den Zuschüssen an Sportvereine für das laufende Jahr anstand, bat Hans-Werner Schwarz von der Alternative für Deutschland (AfD) ums Wort. Als ehemaliges Vorstandsmitglied im Bezirkssportbund Hamborn wunderte er sich, warum nur ein Verein aus diesem Bezirk um Zuschüsse nachsuchte: der SV Genc Osman. So wird der Bau eines Kunstrasenplatzes an der Oberhauser Allee mit 136 400 Euro subventioniert. „Wie in Hamborn bekannt ist, hat sich bei Genc der Hauptsponsor zurückgezogen. Daher ist die Frage, ob es dem Verein möglich sein wird, den Eigenanteil beizusteuern.“ Betriebsleiter Jürgen Dietz erklärte, es sei die übliche Vorgehensweise, dass der Verein durch Belege nachweist, den Eigenanteil leisten zu können: „Solange Genc Osman das tut, ist es Duisburg-Sport egal, woher das Geld kommt.“

Erkan Üstünay, 2. Vorsitzender des Fußball-Bezirksligisten, zeigte sich auf Anfrage der Sportredaktion irritiert von den Aussagen: „Nein, unser Hauptsponsor hat sich nicht zurückgezogen. Wir würden uns außerdem bei einem solchen Unternehmen auch nicht allein auf einen Geldgeber verlassen. Stattdessen gibt es eine Vielzahl an Sponsoren, die uns unterstützen. Daher ist insofern bei uns alles in Ordnung.“

Hans-Werner Schwarz und Genc Osman, Teil zwei: Als es um die Verlängerung des Pachtvertrages für die Anlage in Neumühl ging, erklärte der AfD-Vertreter per Mikrofon seine Zustimmung. Worauf der Ausschussvorsitzende Rainer Enzweiler antwortete: „Da wir darüber nicht abstimmen und es nur zur Kenntnis nehmen, ist das unnötig.“

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