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Eishockey

Ganz schwach beim Vorrundenabschluss

28.12.2012 | 21:49 Uhr
Ganz schwach beim Vorrundenabschluss
Benjamin Hanke war mit einem Assist am einzigen Tor der Füchse beteiligt.Foto: Lars Fröhlich

Duisburg.   EV Duisburg verpflichtet einen neuen Stürmer für die Hauptrunde. Im letzten Spiel der Oberliga-Vorrunde gab es eine 1:5-Niederlage gegen die Kassel Huskies.

Es war nur das letzte Spiel in der Vorrunde der Eishockey-Oberliga West und das letzte Spiel des EV Duisburg im insgesamt so positiv verlaufenen Sportjahr 2012. Jedoch mussten die Anhänger der Füchse am Freitagabend den Eindruck gewinnen, als sei es auch schon das letzte Spiel der ganzen Saison – so motivationslos präsentierten sich die Schwarz-Roten über weite Strecken im Aufeinandertreffen mit den Kassel Huskies, das mit 1:5 (0:2, 0:2, 1:1) ziemlich sang- und klanglos verloren ging. Bis zum Start der Hauptrunde am kommenden Freitag in Krefeld hat Trainer Franz Fritzmeier noch eine Menge Arbeit vor sich.

„In Führung gehen“ – das hatte Fritzmeier vor der Partie als Ziel ausgegeben. Nach 22 Sekunden war dieses Vorhaben erledigt. Da verlor der EVD nämlich zum ersten Mal an diesem Abend komplett die Ordnung in der Defensive und ermöglichte es Ex-Nationalspieler Manuel Klinge so, unbedrängt vor dem Füchse-Tor aufzutauchen und das 1:0 für die Nordhessen zu erzielen. Dies war der symptomatische Auftakt für ein Spiel, in dem die Gastgeber meistens ideen- und konzeptlos über das Eis fuhren. Auch in Überzahl wurden kaum Chancen erarbeitet — nicht einmal, als die Huskies in der elften Minute für 54 Sekunden nur zu dritt verteidigten. Stattdessen durfte Abwehrroutinier Sven Valenti kurz darauf in ähnlicher Form wie zuvor Klinge auf den Kasten von Felix Bick zusteuern und zum 2:0 einschießen.

Der Eindruck, dass Verstärkung Not tut, drängte sich in diesem ersten Drittel auf – da passte es, dass der EVD am Rande des Spiels die Verpflichtung eines neuen Akteurs bekannt gab, der zumindest vom Namen her glänzend zu den Füchsen passt: T. J. Fox trägt ab dem neuen Jahr das Duisburger Trikot. Der 28-jährige US-Amerikaner ist Stürmer und lief zuletzt in der 2. Liga für die Eispiraten Crimmitschau auf. Zweitklassig spielte er auch schon in der Saison 2010/11 für die Hannover Indians und brachte es dort in 47 Einsätzen auf ordentliche 14 Tore und 17 Assists.

Durchschlagskraft im Angriff ist etwas, das der EVD gut gebrauchen kann. Auch im zweiten Abschnitt gab es 50 Sekunden lang eine 5:3-Überzahl, die ungenutzt blieb. Noch schlimmer: Den Gästen gelang in Unterzahl nach schlimmem Fehler von Björn Krupp das 0:4 durch Klinge, der an jedem Kasseler Tor beteiligt war. Immerhin schaffte Daniel Schmölz im Schlussdrittel noch eine kleine Ergebniskorrektur. Das war auch für Franz Fritzmeier in seinem Fazit der Ansatz für einen kleinen Hoffnungsschimmer: „Positiv ist, dass die Mannschaft sich da nicht aufgegeben hat. Wenn man vorher aber acht Minuten Überzahl nicht nutzt, kann man gegen einen Gegner wie Kassel nicht gewinnen.“

Tore: 0:1 (0:22) Klinge (Sikora, Christ), 0:2 (15:58) Valenti (Klinge, Heinrich), 0:3 (24:39) Sikora (Christ, Klinge), 0:4 (30:40) Klinge (4–5), 0:5 (43:08) Christ (Heinrich, Klinge/5–4), 1:5 (45:12) Schmölz (Dennis Fischbuch, Hanke). Strafen: EVD 12+10 (Fominych), Kassel 18. Zuschauer: 892.

Friedhelm Thelen und Thomas Kristaniak



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