Futsal stößt auf breite Ablehnung

Keine Bande, kleinere Tore, gepolsterter Ball mit geringem Sprungverhalten: Das sind drei Eckpunkte, die den modernen Futsal vom über Jahrzehnte hinweg bekannten Hallenfußball unterscheiden. Der Deutsche Fußball-Bund fordert ab 2016, dass sich alle Klubs von der Kreis- bis zur Bundesliga den Futsal als neuen Budenzauber in ihre Terminkalender eintragen.

Vorteile beim Futsal sollen unter anderem weniger Verletzungsgefahr für die Aktiven und weitaus bessere Entwicklung der technischen Fähigkeiten bei jungen Kickern sein. Doch die Fußballer sträuben sich zum Großteil gegen das „drohende“ Neue. Wolfgang Graf, Abteilungsleiter des frischgebackenen Duisburger Stadt-Champions VfB Homberg: „An einer Futsal-Veranstaltung werden wir auf keinen Fall teilnehmen.“ Manfred Wölpper, Trainer der U 23 des MSV Duisburg, sagt deutlich: „Wer Futsal spielen will, soll es machen, aber warum sollen wir alle dazu gezwungen werden, es auch zu spielen?“

Genc-Coach Ilyas Basol schlägt in die gleiche Kerbe: „Futsal sieht zwar schön aus, aber ob wir damit klar kommen, ist eine ganz andere Frage. Und ohne Bande zu spielen, macht es nicht nur für die Spieler, sondern auch für die Organisatoren schwieriger.“

Duisburgs Fachschaftsleiter Peter Thomas blickt voraus: „Im Mai soll eine endgültige Entscheidung fallen, ob künftig nur noch Futsal gespielt wird. Wir werden jedenfalls dafür kämpfen, dass der Hallenfußball in Duisburg erhalten bleibt.“ Notfalls mit einer Art „Hintertürchen“. Thomas: „Mein Vorschlag wäre eine Sondergenehmigung für die Stadtmeisterschaft.“