Fusion oder nicht? Mitglieder stimmen ab
14.04.2010 | 20:51 Uhr 2010-04-14T20:51:00+0200
Duisburg.Am 27. und 29. April stimmen die Mitglieder des VfL Duisburg-Süd und des TuSpo Huckingen darüber ab, ob die Vereine zur SG Duisburg-Süd 2010 fusionieren sollen.
Die Anger als Fluss zu bezeichnen, wäre – sagen wir einmal – wohlwollend. Und dennoch scheint der „Grenzbach“ zwischen Huckingen und Hüttenheim für einige immer noch unüberwindlich. In rund zwei Wochen werden die Mitglieder des TuSpo Huckingen und des VfL Duisburg-Süd über ihre Fusion abstimmen. Ob aber gerade auf Huckinger Seite die nötige Mehrheit zusammen kommt, steht derzeit noch in den Sternen.
Den Anfang macht der VfL Süd. Am Dienstag, 27. April, treffen sich die Hüttenheimer um 18 Uhr im Vereinshaus am Förkelsgraben zur Jahreshauptversammlung mit anschließender außerordentlichen Versammlung, bei der über den Zusammenschluss der beiden Vereine zur Sportgemeinschaft Duisburg-Süd 2010 beschlossen werden soll. „Bei uns sehe ich keine Probleme“, sagt VfL-Geschäftsführer Heinz-Walter Schulz.
Spannender wird es am Donnerstag, 29. April, bei den Versammlungen der Huckinger. Um 19 Uhr beginnt die Jahreshauptversammlung im Steinhof; und auch hier folgt ein außerordentliches Treffen. Laut TuSpo-Satzung müssen vier Fünftel, also 80 Prozent der anwesenden Mitglieder, für den Zusammenschluss stimmen. Doch gerade in der Fußballabteilung regt sich Widerstand. Sätze wie „Wir gehen nicht über die Anger“ oder „Fusion ja, aber nicht mit den Hüttenheimern“ werden kolportiert.
Dabei betonen beide Vereinsvorstände, wie wichtig die Fusion ist – und das gerade aus Huckinger Sicht. TuSpo verfügt trotz Fußball- und Leichtathletikabteilung nur über einen Aschenplatz. Noch dazu steht kein Vereinsheim zur Verfügung. Außerdem: Der Pachtvertrag für die Anlage läuft in acht Jahren aus. In einem Aufruf erklären die Vorstände zudem, dass die finanzielle Situation immer schwieriger wird. In einem Großverein mit rund 1300 Mitgliedern, aber geringeren Fixkosten wäre das Ganze schon viel einfacher. Und ein derart großer Verein würde wohl auch eher einen Sponsor anlocken – gerade weil man ja in „geografischer Konkurrenz“ zu Vereinen wie Buchholz, Wanheim, Eintracht oder GSG liegt. Ob die Mitglieder das so einsehen, bleibt abzuwarten.
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