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Dezimiert ins Derby

18.02.2010 | 20:07 Uhr
Dezimiert ins Derby

Duisburg. Der EV Duisburg tritt am Freitagabend um 20.30 Uhr bei den Moskitos Essen an. Shannon McNevan und wohl auch Nils Liesegang fehlen. Am Sonntag geht es in der heimischen Halle um 18.30 Uhr gegen die DEG 1b weiter.

Czeslaw Panek nimmt es kämpferisch. „Dann müssen eben die anderen Spieler einige Prozent mehr geben“, sagt der Trainer des Eishockey-Regionalligisten EV Duisburg. Ausgerechnet vor dem entscheidenden Ruhrderby am Freitag um 20.30 Uhr (das Spiel wurde um eine halbe Stunde verlegt) bei den Moskitos Essen in der Aufstiegsrunde zur Oberliga ist die zweite Sturmreihe gesprengt. Shannon McNevan ist nun bis Saisonende Trainer des Oberligisten Herner EV. Und Nils Liesegang fällt höchstwahrscheinlich mit einem grippalen Infekt aus. „Es war bisher ja ohnehin so, dass mal die erste, mal die zweite Reihe sehr gut drauf war“, hofft Panek nun auf den „JFK“-Angriff mit Jäske, Fritzmeier und Kujala.

„Wir wollen in Essen
punkten. Egal wie“

Auch in der Verteidigung droht dem EVD ein Ausfall, da Nickolas Bovenschen angeschlagen ist. Adam Breitkreuz, der ohnehin in den letzten Wochen nicht mehr dabei war, fällt nach einer Hüftoperation für den Rest der Saison aus. „Wir fahren nach Essen, um zu punkten. Egal wie“, lässt Panek dennoch keine Zweifel an den Zielen für den heutigen Abend – und an der Absicht, als Tabellenführer in die Play-offs zu gehen.

Für Sorgen vor dem Derby sorgen die Vorkommnisse beim vergangenen Spiel der Moskitos gegen Düsseldorfs 1b-Mannschaft. Zunächst entzündeten Essener Zuschauer bengalische Feuer und Rauchbomben. In der zweiten Pause detonierte dann noch Knallkörper mit ohrenbetäubenden Lärm. Von welcher Fangruppe dies ausging ist unklar, dennoch wollen die Moskitos mit erhöhter Polizeipräsenz für Sicherheit sorgen.

Die bisherigen drei Ruhrderbys verliefen allerdings friedlich – und die Spieler freuen sich bereits darauf. „Vor einer großen Kulisse zu spielen, macht natürlich richtig viel Spaß. Es ist immer schön zu Hause zu spielen, aber auch Auswärtsspiele haben ihren Reiz. Da wird man schon vor Spielbeginn gnadenlos ausgepfiffen“, flachst Duisburgs Kapitän Franz Fritzmeier.

Schon am Sonntag folgt in der Duisburger Eissporthalle das „kleine Rheinderby“. Um 18.30 Uhr ist die Düsseldorfer EG 1b, derzeit Fünfter, an der Wedau zu Gast.

Friedhelm Thelen

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