Füchse zu oft auf der Strafbank

EVD-Trainer Uli Egen verteilte einen Seitenhieb in Richtung Freiburg.
EVD-Trainer Uli Egen verteilte einen Seitenhieb in Richtung Freiburg.
Foto: Fabian Strauch / FUNKE FotoServi
Was wir bereits wissen
Hitzige Stimmung im ersten Finale: Der EHC Freiburg gewinnt den Auftakt verdient mit 5:1. Am Sonntag kann der EV Duisburg die Serie zu Hause ausgleichen.

Duisburg..  Schauspielertruppe? Dreieinhalb Minuten waren im Finale rum, als Freiburgs Lutz Kästle auf der Strafbank Platz nehmen musste. Und es hallte weiter durch die Franz-Siegel-Halle: „Schauspielertruppe!“ Der Grund ist einfach: Uli Egen, Coach der Füchse, hatte vor dem Auftakt ins Play-off-Finale der Eishockey-Oberliga zwischen dem EV Duisburg und dem EHC Freiburg verkündet, er kenne die Wölfe ja noch vom letzten Jahr. Und da sei halt der eine oder andere Schauspieler dabei. Die Fans in Freiburg drehten den Vorwurf um, schossen sich auf den EVD-Trainer ein – und eben nicht auf die Duisburger Mannschaft. Ziel erreicht, könnte man meinen.

Doch auf dem Eis waren die Wölfe die klar bessere Mannschaft – weil sie im zweiten Drittel vollzählig blieben, während der EVD sich eine Strafzeit nach der anderen einfing. Drei Powerplaytore Freiburg, Duisburg 1:4 hinten. Das Spiel war entschieden. Am Ende stand eine 1:5 (0:0, 1:4, 0:1)-Niederlage für den EVD.

„Es sind Play-offs“, antwortete Füchse-Teamchef Lance Nethery auf die Frage, wie denn so die Stimmung vor dem ersten Spiel sei. Sagt wenig, sagt aber auch irgendwie alles. Und auch verbale Scharmützel wie Egens Seitenhieb Richtung Breisgau gehören dazu. Denn wie erwartet waren diese Wölfe ein so ganz anderer Gegner als all die anderen Oberligisten, auf die die Duisburger trafen. 0:0 stand es nach 20 Minuten, doch die Vorteile fanden sich auf Freiburger Seite wieder. Aber es zeigte auch: Der EVD ist da – die erwartete Augenhöhe war da. Zumindest bei fünf gegen fünf. Zumindest im ersten Drittel.

Nur Fischbuch trifft

Freiburg kam aber wie die bekannte Feuerwehr aufs Eis und machte früh Druck. Das drehten die Duisburger in der angesprochenen ersten Überzahl. Knifflig wurde es in der elften Minute, als Milos Vavrusa und Chris Billich zu guten Gelegenheiten kamen, aber in EVD-Goalie Felix Bick ihren Meister fanden. Auch in der 16. Minute wurde es eng, doch Verteidiger Manuel Neumann klärte. Dann Pause, ab in die Kabinen – und etwas Geschubse. Es sind Play-offs.

Dann aber die Tore im Powerplay. Steven Billichs Führung (24.) glich Dennis Fischbuch nach einem Bully noch aus (26.), doch dann ließ Bick einen Schuss von Nikolas Linsenmaier passieren (30.). Es folgten zwei Überzahltreffer von Chris Billich (33.) und Jakub Wiecki (35.). Die Entscheidung. Freiburg besser.

Das letzte Drittel begann wegen einer klemmenden Bandentür etwas zu spät. Kaum ging es los, dösten die Füchse noch – und Linsenmaier traf zum 5:1 (41.).

Am Sonntag kann der EVD den Spieß schon wieder umdrehen und die Serie ausgleichen. In der heimischen Scania-Arena geht es um 18.30 Uhr los. Wie gesagt – es sind ja Play-offs.

EHC Freiburg –
EV Duisburg 5:1

Drittel: 0:0, 4:1, 1:0
Tore: 1:0 (23:45) Steven Billich (Wittfoth, Chris Billich/5-4), 1:1 (25:20) Fischbuch (Fröhlich), 2:1 (29:46) Linsenmaier (Haluza), 3:1 (32:28) Chris Billich (Wittfoth, Steven Billich/5-4), 4:1 (34:32) Wiecki (Steven Billich, Vavrusa/5-4), 5:1 (40:39) Linsenmaier. Strafen: Freiburg 6, Duisburg 18 + 10 (Fröhlich). Zuschauer: 3500 (ausverkauft).