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Füchse stürzen den Spitzenreiter

22.01.2012 | 22:48 Uhr
Füchse stürzen den Spitzenreiter
Die Füchse besiegten den EHC Dortmund mit 4:2. (Foto: Lars Fröhlich)

Duisburg.   Nach annulliertem Dortmunder Ausgleich siegt der EVD mit 4:2. In Ratingen gab’s einen 9:3-Erfolg.

Ratinger Ice Aliens –
EV Duisburg3:9

Drittel: 0:1, 1:6, 2:2
Tore: Breitkreuz (2), Thomas Ziolkowski, Hauner, Schmidt, Palka, Dennis Fischbuch, Daniel Fischbuch, Christoph Ziolkowski. Strafen: Ratingen 16, Duisburg 12. Zuschauer: 642.

EV Duisburg –
EHC Dortmund4:2

Drittel: 0:0, 3:1, 1:1
Tore: Hofland, Schmidt, Riefers, Christoph Ziolkowski. Strafen: Duisburg 4, Dortmund 10. Zuschauer: 1024.

Was für ein Finish! 64 Sekunden waren gegen Spitzenreiter EHC Dortmund noch zu spielen. Die Füchse hatten ihren 3:2-Vorsprung lange verteidigt, immer wieder Angriffe gesetzt und den Elchen kaum eine Gelegenheit gegeben. Und wenn doch, dann war da Björn Linda, der die Duisburger Führung festhielt.

Und dann der Ausgleich. Wäre da nicht ein aufmerksamer Linienrichter gewesen. Denn Kilian Hinterdobler machte Hauptschiedsrichter Zsolt Heffler darauf aufmerksam, dass Dortmund mit sechs Feldspielern gespielt hatte – aber den Torwart nicht vom Eis genommen hatte. Und auch wenn es Gästetrainer Frank Gentges mit hochrotem Kopf nicht wahrhaben wollte: Das Tor wurde annulliert, Strafe gegen Dortmund. Und als die Gäste dann doch den Goalie vom Eis nahmen, traf Christoph Ziolkowski ins leere Netz zum 4:2 (0:0, 3:1, 1:1)-Sieg.

In den Minuten zuvor boten die Füchse, die sich am Wochenende auf Rang drei geschoben haben und Dortmund von Platz eins stürzten, ein echtes Spitzenspiel gegen defensiv starke Dortmunder. 30 Minuten lang sahen die über 1000 Zuschauer ein schnelles Spiel, nur noch keine Tore. Dann ging es rund: Innerhalb von viereinhalb Minuten erzielten Diego Hofland, Markus Schmidt und Philipp Riefers (33., 35., 37.) das 3:0, doch noch im ersten Drittel verkürzte Branislav Pohanka auf 1:3. Zur Zitterpartie wurde das Spiel, weil Christian Kretschmann nur elf Sekunden nach Beginn des Schlussabschnitts zum 2:3 traf.

„Wir hatten nur neun Stürmer, von denen zwei auch noch angeschlagen waren“, konstatierte Dortmunds Trainer Frank Gentges. „Mit Vitali Stähle und Frank Petrozza hätten wir das dritte Tor gemacht.“ Zum annullierten Ausgleich sagte er: „Ich haben mir sagen lassen, dass es wirklich sechs Mann waren.“ Derweil konnte sich EVD-Trainer Franz Fritzmeier über „Big Points“ freuen.

Am Ratinger Sandbach, wo sich der EVD schon oft schwer getan hat, gewannen die Füchse am Freitag bei den Ice Aliens mit 9:3 (1:0, 6:1, 2:2). „Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden“, sagte Franz Fritzmeier. „Mit dem Spiel nur phasenweise.“ Denn die Füchse waren den Außerirdischen deutlich überlegen, doch die Füchse taten sich in den ersten rund 30 Minuten schwer, ehe die Tormaschine dafür umso geschmierter lief. Hatten die Füchse noch eine 5:3-Überzahl ungenutzt verstreichen lassen, zogen sie durch zwei Tore in einer Unterzahlsituation auf 4:0 davon. Besonders Clarke Breitkreuz‘ Treffer zum 5:1, als er die Ratinger Abwehr auf einer Briefmarke ausspielte und in den kurzen Winkel traf, fiel in die Kategorie „besonders sehenswert“.

Friedhelm Thelen

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