Füchse nehmen auch die Bastion Gysenberg

Der Herner EV bot den Füchsen ein starkes Spiel, die sich letztlich aber mit 3:2 durchsetzten.
Der Herner EV bot den Füchsen ein starkes Spiel, die sich letztlich aber mit 3:2 durchsetzten.
Foto: MARTIN KERSTAN FOTOGRAFIE / FUNK
Der EVD gewinnt in Herne mit 3:2. Diego Hofland verletzt vom Eis – heute MRT-Untersuchung.

Duisburg..  In der Hauptrunde ist bereits alles entschieden? Es geht um nichts mehr? Das war den Eishockey-Cracks des EV Duisburg und des Herner EV am Sonntagabend herzlich egal. Es war ein Ruhrduell – da gibt es keine belanglosen Spiele. So boten sich die Teams am Gysenberg einen mitreißenden Schlagabtausch, den der EVD mit 3:2 (0:1, 3:1, 0:0) für sich entschied. Bitter: Zu Beginn des Schlussabschnitts kassierte Diego Hofland einen nicht geahndeten Kniecheck. „Am Montag geht’s zur MRT-Untersuchung. Ich hoffe, Diego hat sich nicht schwer verletzt. Es sieht aber nicht so gut aus“, so Trainer Matthias Roos.

Während die Herner Gastgeber auf Jakub Rumpel verzichten mussten, war Fabio Pfohl erstmals nach seinem U-20-WM-Einsatz in Kanada wieder mit von der Partie; auch Max Faber und Pascal Zerressen liefen wieder auf.. Nachdem die Herner bereits ihr erstes Heimspiel gegen den EVD gewinnen konnten – die einzige Saisonniederlage der Füchse – wollte sich der West-Meister dies kein zweites Mal gefallen lassen. Doch Herne machte den Füchsen das Leben erneut schwer, bot dem Tabellenführer ein gutes Spiel. „Mit den zweiten zehn Minuten des ersten Drittels bin ich allerdings nicht zufrieden“, sagte Matthias Roos. In Überzahl ging Herne schließlich in Führung, als Thomas Dreischer einen Rebound nutzte.

Im zweiten Drittel machten die Duisburger Druck – und nach knapp 28 Minuten war Benjamin Voigt geschlagen. Lars Grözinger ließ dem HEV-Keeper keine Chance, als er einen Schuss von Max Faber abfälschte. Das Spiel wurde härter, davon ließ sich der EVD aber nicht aus dem Konzept bringen. Pascal Zerressen traf zur Führung (33.), ehe Noureddine Bettahar hinter dem Tor stehend Voigt anschoss und so auf 3:1 erhöhte. Doch Herne blieb dran: Zunächst parierte Bick einen Penalty gegen Damian Schneider, doch nur acht Sekunden später verkürzte Schneider doch noch auf 2:3. Diesen Vorsprung verteidigte der EVD. Roos: „Wir haben es verpasst, das vierte Tor zu erzielen.“

Herner EV –
EV Duisburg 2:3

Drittel: 1:0, 1:3, 0:0
Tore: 1:0 (18:59) Dreischer (Schneider, Svejda/5-4), 1:1 (27:46) Grözinger (Faber), 1:2 (32:57) Zerressen (Fischbuch, Hofland), 1:3 (34:44) Bettahar (Schmitz), 2:3 (38:06) Schneider (Hauptig). Strafen: Herne 10 + 10 (Kreuzmann), Duisburg 14 + 10 (Neumann). Besonderes Vorkommnis: Bick pariert Penalty von Schneider (37:58). Zuschauer: 1360.