Füchse im Finale

Torhüter im Freudenrausch: Etienne Renkewitz beglückwünscht Felix Bick zu seiner starken Leistung.
Torhüter im Freudenrausch: Etienne Renkewitz beglückwünscht Felix Bick zu seiner starken Leistung.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Der EV Duisburg bügelt den Ausrutscher vom Freitag aus und gewinnt mit 6:1 in Regensburg. Nun geht’s im Play-off-Finale gegen den EHC Freiburg um den Aufstieg in die DEL2.

Schock, Rückkehr – Tor! Die Füchse haben es geschafft. Der EV Duisburg steht im Play-off-Finale der Eishockey-Oberliga. Dem 1:3-Ausrutscher in eigener Halle folgte an der Donau ein 6:1 (3:1, 0:0, 3:0)-Sieg und damit der 3:1-Serienerfolg im Halbfinale gegen den EV Regensburg. Im Finale geht es nun gegen den EHC Freiburg, der am Freitag Spiel drei gegen die Icefighters Leipzig mit 8:3 gewonnen hatte.

Ein bärenstarkes erstes Drittel, bis zum Umfallen kämpfende Regensburger im zweiten Abschnitt – und die Verletzung von Fabio Pfohl in der 25. Minute. Ausgerechnet. Denn der junge Angreifer war in den letzten Wochen immer mehr zum unbestrittenen Spielmacher geworden. Mit Schulterproblemen ging es in die Kabine – doch mit Beginn des letzten Drittels waren sie zurück: die Füchse im Gesamten – und Pfohl im Besonderen, der mit dem 5:1 allerspätestens den Deckel auf den Serienerfolg packte.

Das Spiel hatte kaum begonnen, da unterstrichen die Füchse ihre Finalambitionen beeindruckend. Nach 22 Sekunden hatte Raphael Joly die erste Chance auf dem Schläger. Und als Regensburgs Stefan Huber in der dritten Minute auf die Strafbank wanderte, nahm der EVD so richtig Fahrt auf. Verteidiger Manuel Neumann zog ab – 1:0 (4.). Dass Abwehrspieler im Eishockey nicht nur zum Torverhindern da sind, zeigte Neumann gleich noch einmal: Nach einem Querpass von Dominik Meisinger legte er das 2:0 nach (9.). Der EVD blieb tonangebend – wenn Regensburg durchkam, war Torhüter Felix Bick zur Stelle. Doch im Powerplay verkürzte Regensburg durch David Stieler auf 1:2 (18.). War nicht so schlimm, denn eineinhalb Minuten später bestrafte Kevin Orendorz – der nach Medienberichten zum Zweitligisten Bremerhaven wechseln soll – einen Scheibenverlust mit dem 3:1 (19.).

Die Regensburger gaben sich aber nicht geschlagen. Warum auch? Die Donaustädter haben bislang eine starke Saison gespielt und machten nun auch Druck. Drittel zwei ging klar an den EVR. Doch immer wieder stand Felix Bick den Gastgebern im Weg. Im Schlussabschnitt marschierten die Füchse dann zielsicher ins Finale: Pascal Zerressen (46.) und Fabio Pfohl (48.) erhöhten auf 5:1. Die Krönung gelang Raphael Joly in der 51. Minute, als er eine weitere Regensburger Unaufmerksamkeit in Unterzahl zum 6:1 nutzte. Die Zeit lief herunter – und als die Sirene das Spiel beendete, sprang alles im Füchse-Trikot auf Duisburgs bärenstarken Torhüter Felix Bick. „Das war eine sehr konzentrierte Leistung mit einer wesentlich besseren Chancenauswertung als am Freitag“, lobte Trainer Uli Egen. „Wirklich brenzlig wurde es nur in Unterzahl. Felix hatte einige tolle Saves.“

Infos zum Finale:

Die Finaltermine: Freitag, 17. April, 19.30 Uhr: EHC Freiburg – EVD; Sonntag, 19. April, 18.30 Uhr: EVD – EHC Freiburg; Dienstag, 21. April, 19.30 Uhr: EHC Freiburg – EVD; falls nötig: Freitag, 24. April, 19.30 Uhr: EVD – EHC Freiburg; Sonntag, 26. April, 18 Uhr: EHC Freiburg – EVD.

Vorverkauf für das Sonntagspiel am Dienstag und Donnerstag von 16.30 Uhr bis 19.30 Uhr an der Scania-Arena.

Busfahrt zum 1. Finale am Freitag: Abfahrt: 11 Uhr Scania-Arena. Fahrpreis: 35 € pro Person. Anmeldungen beim DDEF über Facebook oder am Dienstag vor der Geschäfsstelle zwischen 17.30 und 19.30 Uhr.

Die Statistik zum 4. Halbfinalspiel:

EV Regensburg –
EV Duisburg 1:6

Drittel: 1:3, 0:0, 0:3
Tore: 0:1 (3:26) Neumann (Orendorz, Ziolkowski/5-4), 0:2 (8:40) Neumann (Meisinger, Ziolkowski), 1:2 (17:10) Stieler (Stähle, Noe/5-4), 1:3 (18:44) Orendorz (Zerressen, Schmidt), 1:4 (44:55) Zerressen (Ziolkowski, Meisinger), 1:5 (47:16) Pfohl (Ziolkowski, Schmidt/5-4), 1:6 (50:18) Joly (Pfohl/4-5). Strafen: Regensburg 6, Duisburg 10. Zuschauer: 4632.