FSV will den zweiten Platz verteidigen

In der entscheidenden Phase der Saison braucht der FSV seine Kreativität: Bora Karadag muss auch gegen Königshardt vorangehen.
In der entscheidenden Phase der Saison braucht der FSV seine Kreativität: Bora Karadag muss auch gegen Königshardt vorangehen.
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Was wir bereits wissen
Heinlein-Team ist gegen Landesliga-Schlusslicht Königshardt am Montag in der Favoritenrolle. DSV zu Gast bei Spitzenreiter Schonnebeck.

Duisburg..  Während der DSV 1900 den Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga noch immer nicht in der Tasche hat, geht es für den FSV Duisburg am Pfingstmontag darum, den zurückeroberten zweiten Tabellenplatz zu verteidigen.

SV Schonnebeck – Duisburger SV 1900 (Mo., 15 Uhr): Zweimal hat der Duisburger SV 1900 zuletzt seine Wochenendspiele an einem Freitag ausgetragen – und jeweils gewonnen. Erst beim FSV Duisburg, dann gegen den PSV Wesel-Lackhausen. Dennoch blieb es jeweils bei nur fünf Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge elf bis 14. „Aber die Zahl der Spiele wird ja weniger“, nimmt es DSV-Trainer Ralf Kessen sportlich. Heißt: Der Klassenerhalt rückt in greifbare Nähe. Die aktuelle Aufgabe ist freilich eine schwierige, denn es geht zum souveränen Tabellenführer Schonnebeck. Gewinnen die Essener, sind sie in die Oberliga aufgestiegen. Selbst ein Remis oder eine Niederlage könnte ja nach den Ergebnissen der Konkurrenz schon zum Aufstieg reichen. „Wir fahren aber nicht zum Gratulieren nach Essen – obwohl wir natürlich gratulieren werden, sollte Schonnebeck bereits aufsteigen.“

Was Kessen sagen will: Die gute Leistung der vergangenen beiden Ligaspiele und beim Pokalsieg unter der Woche in Meiderich will der DSV veredeln. „Das ist eine Herkules-Aufgabe, aber wir haben eine Chance.“ Verzichten muss der Coach voraussichtlich nur auf Bastian Helms. Sobald der Klassenerhalt endlich eingetütet ist, beginnt auch die Vorfreude auf das Vorbereitungsspiel im Juni gegen den frischgebackenen Zweitligisten MSV Duisburg. „Wir freuen uns sehr, dass die Zebras sich für uns entschieden haben“, so Kessen.

FSV Duisburg – Sportfreunde Königshardt (Mo., 15.30 Uhr): Wie die Trainingswoche war? „Entspannter und relaxter als vorher. So ist das, wenn man gewinnt“, berichtet Coach Heiko Heinlein. Das 3:2 in Bottrop war zwar nicht souverän, hat aber den FSV zumindest wieder auf Platz zwei befördert, der die Relegationsrunde bringen würde. Dort will man auf jeden Fall bleiben, bis am kommenden Wochenende das direkte Duell mit dem derzeit zwei Punkte entfernten ESC Rellinghausen ansteht. Da ist der Gegner am Montag ein deutlich anderes Kaliber: Vorjahresaufsteiger Königshardt muss mit aktuell 13 Zählern auf jeden Fall zurück in die Bezirksliga. „Die Favoritenrolle müssen wir in diesem Spiel auf jeden Fall annehmen“, sagt Heinlein, der auf einen positiven Verlauf hofft – und darauf, dass er nicht eingreifen muss, wenn sein Team sich womöglich in einer frühen Führung einrichtet.

Wie unerfreulich das enden kann, erfuhr vor einer Woche der VfB Speldorf, der in Königshardt zehn Minuten vor dem Ende scheinbar sicher mit 4:1 führte – beim Schlusspfiff hieß es dann 4:4. Zurückgreifen kann Heiko Heinlein wieder auf den aus den Flitterwochen zurückgekehrten Kapitän Salih Altin. Musa Celik ist nicht hundertprozentig fit, wird aber benötigt, weil ansonsten die Alternativen weiter rar gesät sind.