FSV verpasst die Trendwende

FSV-Trainer Heiko Heinlein notierte sich viele Chancen – doch sein Ex-Klub aus Wanheimerort traf.
FSV-Trainer Heiko Heinlein notierte sich viele Chancen – doch sein Ex-Klub aus Wanheimerort traf.
Foto: Fabian Strauch Photography / WAZ
Was wir bereits wissen
Der Duisburger SV 1900 hat das Fußball-Landesliga-Derby beim FSV Duisburg an der Warbruckstraße mit 2:1 gewonnen.

Duisburg..  Der FSV Duisburg hat alles versucht. Die Spieler sind gerannt. Sie haben sich Chancen erarbeitet. Nur die Trendwende, die haben sie nicht geschafft. Im Derby der Fußball-Landesliga musste sich der Tabellendritte dem Duisburger SV 1900 mit 1:2 (0:2) geschlagen geben. Der vor einigen Wochen scheinbar noch so sichere zweite Platz entgleitet dem Team von der Warbruckstraße immer mehr. Am Sonntag könnten Arminia Klosterhardt und die SpVgg Sterkrade-Nord sogar bis auf einen Punkt an den FSV heranrücken. Der DSV 1900 entledigt sich derweil offenbar aller Abstiegssorgen in der kleinen 14er-Staffel.

Dabei hätte der FSV in der Anfangsphase nicht nur in Führung gehen können, sondern auch müssen. Eine brenzlige Situation gab es schon in der sechsten Minute, als Mehmet Dag vor DSV-Keeper Mo Sadiklar auftauchte; doch Verteidiger Simon Edu störte Dag noch entscheidend, der zudem zu Boden ging – einen Elfmeterpfiff gab es allerdings nicht. In der 36. Minute entschärfte Sadiklar ein Geschoss von Ali Basaran; zwei Minuten später traf Dag aus fünf Metern den Pfosten, nachdem Basaran per Kopf abgelegt hatte.

Zusammengefasst: Der FSV machte Druck, Druck, Druck – der DSV jedoch die Tore. In der 41. Minute tauchte Valdet Totaj alleine vor FSV-Torhüter Umut Sagsinlar auf, der zunächst abwehren konnte, doch Totaj verwertete seinen eigenen Abpraller zum 1:0 für die Gäste. Nur drei Minuten später klingelte es erneut: Totaj brach auf links mit seiner hohen Geschwindigkeit durch, wurde nicht entscheidend gestört – und nach einer Flanke in die Mitte traf Deniz Hotoglu zum 2:0 für die 1900er. „Wir haben gut gestanden und unsere Chancen genutzt. Wir sind ja nicht hier, um Hurra-Fußball zu spielen“, so DSV-Coach Ralf Kessen.

Die Gastgeber rannten auch nach dem Seitenwechsel an – und verkürzten in der 65. Minute auf 1:2 durch einen von Mehmet Dag verwandelten Handelfmeter. Alle anderen Gelegenheiten ließ der FSV allerdings aus. Kessen: „Die Jungs sitzen schweißgebadet in der Kabine. So macht Fußball Spaß.“ FSV-Trainer Heiko Heinlein war geknickt: „Ich kann meinen Jungs keinen Vorwurf machen – abgesehen von der Chancenauswertung.“

FSV Duisburg –
Duisburger SV 1900 1:2 (0:2)

FSV: Sagsinlar – Hennen, Welky, Murat Alkurt, Dipold – Altin, Demirci (62. Celik) – Basaran, Karadag, Dag – Ardic (71. Prce).
DSV: Sadiklar – Römer (69. Öztürk), Kanzen, Edu, Kessen – Murke (74. Helms), Schreier – Totaj (59. Schnecker), Tober, Hotoglu – Camdali.
Tore:
0:1 Totaj (41.), 0:2 Hotoglu (44.), 1:2 Dag (65., Handelfmeter).