FSV holt noch einen Punkt – DSV 1900 siegreich

Harter Kampf: Marvin Dipold (rechts), hier im Duell mit Niederwenigerns David Moreno-Gonzales, und der FSV mussten sich mit einem Punkt begnügen.
Harter Kampf: Marvin Dipold (rechts), hier im Duell mit Niederwenigerns David Moreno-Gonzales, und der FSV mussten sich mit einem Punkt begnügen.
Foto: Fischer
Wanheimerorter jubeln beim 3:1 gegen Burgaltendorf erstmals in diesem Jahr daheim. Karadag rettet dem Heinlein-Team spät einen Zähler.

Duisburg..  Während der FSV Duisburg im Kampf um die Meisterschaft in der Fußball-Landesliga wieder leicht an Boden gegenüber der SV Schonnebeck verloren hat, konnte sich der Duisburger SV 1900 über den ersten Heimsieg des Jahres freuen.

Duisburger SV 1900 – SV Burgaltendorf 3:1 (1:0): Am Ende war es kurios – denn der Erfolg war sowohl hart erarbeitet als auch eine Folge der klaren Wanheimerorter Überlegenheit. Vieles holperte und haperte, doch die 1900er waren über 90 Minuten das klar bessere Team und gewannen auch in der Höhe verdient. „Ich habe die Jungs auch unter Druck gesetzt und gesagt, dass nichts anderes zählt als die drei Punkte. Egal wie. Damit ist das Team sehr gut umgegangen“, sagte DSV-Trainer Ralf Kessen nach der Partie. Burgaltendorf blieb im Spiel zu ungefährlich, um die 1900er in Bedrängnis zu bringen. Vor der Pause hatte nur Jan Baumann (14.) eine Kopfballchance, das war’s dann aber auch. Erst in der 37. Minute traf Valdet Totaj nach einer Ecke.

Den Ausgleich in der 59. Minute per Foulelfer durch Kreshnik Vladi schüttelte der DSV ab – und ging mit einem schönen Schlenzer durch Sascha Schnecker wieder in Front (67.). Beim 3:1 donnerte Schnecker den Ball an die Latte; den Abpraller verwertete der eingewechselte Mustafa Öztürk bei seinem ersten Einsatz nach monatelanger Verletzung. Zwei Minuten vor Ende sah Essens Vladi nach einem Foul Rot – eine etwas zu harte Entscheidung.

Sportfreunde Niederwenigern – FSV Duisburg 1:1 (0:0): Tabellenführer Schonnebeck hielt sich mit dem 4:2 gegen Lackhausen schadlos, während der FSV am Ende froh über einen Zähler sein musste. Den sicherte Bora Karadag erst in allerletzter Minute: Nachdem Aleksandar Jovic den Pfosten getroffen hatte, traf der Spielmacher per Abstauber. Unter dem Strich fand FSV-Trainer Heiko Heinlein das Remis gerecht, wobei er seine Mannschaft vor der Pause deutlich stärker sah: „Wir sind mit Ali Basaran und Bora Karadag viermal allein aufs Tor zugegangen und haben viermal den Torwart angeschossen.“

Umso ärgerlicher war dann der Rückstand unmittelbar nach Wiederbeginn, als Dominik Enz eine Unaufmerksamkeit der Gästedeckung konsequent ausnutzte. „Danach haben wir das Fußballspielen eingestellt und es nur noch mit der Brechstange versucht. Ich konnte von draußen reinrufen, es hat nicht geholfen“, so Heiko Heinlein, dessen Laune in der 78. Minute den Tiefpunkt erreichte: Ahmet Talha Kilinc bekam einen Freistoß zu seinen Gunsten gepfiffen, baute sich dann aber zu bedrohlich vor seinem foulenden Gegenspieler auf. „Der Schiedsrichter meinte, Talha hätte ihn angreifen wollen – und der Versuch allein sei strafbar“, war Heinlein bedient, weil sein Leistungsträger nach der zweiten Roten Karte der Saison wohl lange fehlen wird. Doppelt ärgerlich: Bora Karadag holte sich die fünfte gelbe Karte ab und ist am Samstag gegen Klosterhardt ebenfalls gesperrt.