FSV darf trotz Pleitenserie weiter hoffen

Am Samstag wurde beim FSV Duisburg gefeiert. Salih Altin, Kapitän des Fußball-Landesligisten, hatte die Teamkollegen zu seiner Hochzeit eingeladen. Die Stimmung: trotz allem gut. Auch nach einer Niederlage geht das Leben schließlich weiter. Am Freitagabend hatte das unmittelbar nach dem Abpfiff des Derbys gegen den DSV 1900 naturgemäß noch ein bisschen anders ausgesehen. Schließlich bedeutete das 1:2 (0:2) auf eigener Anlage für die Mannschaft von Trainer Heiko Heinlein die dritte Pleite in Folge. Aus Torhüter Umut Sagsinlar sprach die Verzweiflung: „Es soll wohl einfach nicht sein.“

Allerdings: Vielleicht soll es das ja doch noch. Trainer-Bruder und -Assistent Tim Heinlein machte nach der Partie die Runde bei den enttäuscht auf dem Boden hockenden Spielern, versuchte ihnen Mut einzuflößen: „Da geht noch was.“ Tatsächlich darf der FSV noch immer auf den zweiten Platz hoffen, denn der ESC Rellinghausen verlor beim SV Burgaltendorf mit 1:3 und hat damit weiter nur einen Punkt Vorsprung. So bleibt zumindest die Aufstiegsrunde der drei Landesliga-Zweiten in Reichweite, in der nach jetzigem Stand aber wohl nur noch ein freier Platz vergeben wird. Dafür sorgt nämlich der Lizenzentzug des KFC Uerdingen in der Regionalliga.

Weniger erfreut dürfte man beim DSV über den Dreier für Burgaltendorf sein. Vier Spieltage vor dem Saisonende beträgt der Vorsprung gegenüber der Abstiegszone nun weiter nur fünf Punkte, weil mit Speldorf, Niederwenigern und Lackhausen auch sämtliche anderen gefährdeten Teams am Sonntag dreifach punkteten. Darüber machte sich Trainer Ralf Kessen am Freitagabend in Hamborn aber weniger Gedanken – er war heilfroh, dass seine Mannschaft dem Negativtrend wieder mal ein Erfolgserlebnis entgegengesetzt hatte: „Natürlich war das Ergebnis aus unserer Sicht am Ende etwas glücklich. Aber wir haben in dieser Saison auch schon oft genug stark gespielt und sind als Verlierer vom Platz gegangen.“