Feld für die Endrunde steht

Garanten für gute Stimmung: Die Fans des MSV II überraschten auch die eigene Mannschaft mit einer Choreografie.
Garanten für gute Stimmung: Die Fans des MSV II überraschten auch die eigene Mannschaft mit einer Choreografie.
Foto: fröh
Was wir bereits wissen
Beim Stadtpokal qualifizierten sich der MSV II, der VfB Homberg, der DFV 08, Hamborn 07 und die TuS Mündelheim für den Finaltag.

Duisburg..  Die beiden Rekordgewinner beim Fußball-Stadtpokal sind ihrer Favoritenrolle gerecht geworden. Die Oberliga-Mannschaft des MSV Duisburg schaffte am Freitagabend ungefährdet den Einzug in die Endrunde am Samstag und peilt nun die Titelverteidigung an – es wäre der zehnte Triumph für die Zebras. Auf den neunten Sieg darf Ligagegner VfB Homberg hoffen, der in seiner Vorrundengruppe ebenfalls nichts anbrennen ließ.

Für den MSV II lief Verteidiger Babacar M’Bengue auf, der nicht mit dem Profikader ins Trainingslager in der Türkei gereist war. „Natürlich bin ich nicht so erfreut darüber, dass ich dort nicht dabei bin, das ist doch ganz klar. Da fehlen mir jetzt ein paar Tage, um mich zu zeigen, zumal mein Vertrag im Sommer ausläuft. Deshalb sind die nächsten Wochen und Monate sehr wichtig für mich. Aber trotzdem glaube ich weiter an mich und mache hier das Beste daraus. Es bereitet mir immer einen Riesenspaß, für die ,Zweite’ zu spielen“, sagt der 23-Jährige.

Das war auch bei der diesjährigen Hallenpremiere so. Die Zebras boten mit Abstand den ansehnlichsten Fußball aller zehn Teams an diesem Abend. Dabei zahlte sich aus, dass Coach Manfred Wölpper am Tag zuvor noch ein improvisiertes Kleinfeldturnier auf Kunstrasen eingeschoben hatte. Die dort eintrainierten schnellen Ecken führten in der Halle immer wieder zum Torerfolg. Bester Laune waren dementsprechend auch wieder die zahlreich erschienenen Fans der Zweitvertretung, die sogar eigens eine Choreografie für ihre „Amateure“ einstudiert hatten. Babacar M’Bengue war davon höchst angetan: „Das war schon beeindruckend. Für einige aus unserem Team ist es etwas Außergewöhnliches, vor einer solchen Kulisse zu spielen.“ Lediglich in der Abschlusspartie gegen die DJK Vierlinden ließ der MSV die Zügel etwas schleifen und verlor mit 1:2; zudem kassierte Keeper Fabian Maas die Rote Karte. Er wird damit am Finaltag seiner Mannschaft fehlen.

In der Parallelgruppe agierte der VfB Homberg zwar etwas weniger glanzvoll, aber unter dem Strich auch sehr souverän. Schon nicht mehr auf dem Parkett stand Sommer-Neuzugang Hakan Dönmez. Der Ex-Oberhausener will in die Türkei wechseln, hat dort aber noch keinen Verein gefunden. „Wir legen ihm keine Steine in den Weg und haben den Vertrag aufgelöst“, so Abteilungsleiter Wolfgang Graf. Als Zuschauer mit von der Partie war derweil der lange verletzt ausgefallene Albert Gashi, der seine Reha-Maßnahmen in Norwegen beendet hat und nun wieder ins Lauftraining mit der Mannschaft einsteigt. Tobias Schiek zählte ebenfalls noch nicht wieder zum VfB-Aufgebot: Nach seiner Roten Karte beim Ligaspiel in Sonsbeck wurde der Defensivmann für vier Wochen gesperrt.

Neben dem VfB marschierte auch A-Ligist DFV 08 durch die Gruppe C. Die Hochfelder, in der Frühzeit des Stadtpokals dreimal siegreich, hängten die Konkurrenz locker ab, zu der die mal wieder beim Stadtpokal enttäuschende Buchholzer Viktoria zählte. Vor allem 08-Torjäger Gianni Campanella erwies sich einmal mehr als Hallenspezialist. Die TuS Mündelheim lieferte eine solide Vorstellung ab und bot in Person von Garrit Jost auch einen der sehenswertesten Treffer des Abends: Mit der Schlusssirene zimmerte er die Kugel zum 2:0-Endstand gegen Viktoria Buchholz ins obere Eck. Das Team aus der „Kampfkuhle“ zog als Besserer der beiden Gruppendritten in die Endrunde ein.

Deutlich mehr zu rechnen gab es in der Gruppe D, weil sich abgesehen vom MSV II die Mannschaften gegenseitig die Punkte abnahmen. Der fünfmalige Turniersieger Hamborn 07 hatte nach dem knappen 0:1 gegen die Zebras und dem 4:0 über Ligagegner DJK Vierlinden das Weiterkommen fast schon in der Tasche, leistete sich dann aber eine 2:4-Pleite gegen den VfL Rheinhausen. Aufgrund der besseren Tordifferenz gegenüber dem VfL und der DJK lösten die Löwen letztlich das Ticket für die am Samstag um 12.30 Uhr startende Endrunde. Im ersten Spiel des Tages treffen Bezirksligist SV Genc Osman und Landesligist FSV Duisburg aufeinander. Danach geht es in der Parallelgruppe mit der Partie zwischen dem VfB Homberg und Hamborn 07 weiter. Die Halbfinals werden ab 17.30 Uhr ausgetragen, das Endspiel soll um 19 Uhr angepfiffen werden.