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Premiere im Exil

06.10.2009 | 19:56 Uhr

Erstes Champions-League-Heimspiel des FCR 2001 Duisburg steigt am Mittwoch um 19.30 Uhr im Oberhausener Stadion Niederrhein.

Auf ins Exil! Am Mittwoch ist es soweit, dann steigt die Heimpremiere des FCR 2001 Duisburg in der Champions League – auf Oberhausener Boden. So wie die Erstrundenaufgabe gegen den weißrussischen Meister Universitet Witebsk nur eine Zwischenstation für die Bundesliga-Kickerinnen von Martina Voss-Tecklenburg sein soll, ist auch nur ein kurzer Aufenthalt im Stadion Niederrhein in der Nachbarstadt eingeplant. Den wollen Grings und Co. freilich am Mittwoch um 19.30 Uhr nutzen, um für sich die Werbetrommel zu rühren. Um allzuviel mehr kann es nach dem 5:1-Hinspielsieg vor Wochenfrist auch kaum noch gehen.

Mit Arroganz oder Selbstüberschätzung hat es daher auch wenig zu tun, wenn die Trainerin des FCR schon jetzt über das Achtelfinale nachdenkt. Das steigt ja schließlich bereits Anfang November – und der Gegner ist absehbar, denn der schwedische Vertreter Linköpings FC hat das Hinspiel beim FC Zürich in der Schweiz mit 2:0 gewonnen und dürfte das Weiterkommen heute ebenfalls besiegeln. Mit Videomaterial von den Schwedinnen ist Voss-Tecklenburg auch schon ausreichend versorgt.

Doch weil sie den zweiten Schritt allerhöchstens parallel zum ersten machen will, gilt die volle Konzentration zunächst einmal dem Kick gegen die Osteuropäerinnen. „Sportlich wird das keine schlechte Sache”, ist sie überzeugt, dass auf die Zuschauer unterhaltsamere 90 Minuten warten, als dies zuletzt beim monotonen 2:0 in der Bundesliga gegen die offensiv nicht antretende SG Essen-Schönebeck der Fall war. „Ich glaube schon, dass Witebsk hier sehr motiviert antreten wird. In der Mannschaft war keine dabei, die nicht Fußball spielen konnte”, so Martina Voss-Tecklenburg.

Der Umstand, dass ihre Mannschaft gegen Essen erkennbar müde wirkte, hat auf die Aufstellung praktisch keinen Einfluss. „Natürlich werden wir mit der bestmöglichen Besetzung spielen. Das ist ja schließlich Champions League, da wollen alle ran. Inka Grings und Annike Krahn würden mir an den Hals springen, wenn sie da nicht spielen dürften”, sagt die Trainerin augenzwinkernd.

Ein kleines Fragezeichen steht lediglich hinter Keeperin Ursula Holl, die nach wie vor über Knieprobleme klagt. Jennifer Oster hat derweil am Dienstag nach ihrer Verletzungspause erstmals wieder trainiert und könnte zumindest für einen Kurzeinsatz in Betracht kommen.

Der FCR hofft auf 1500 Zuschauer und hat daher die Eintrittspreise im Vergleich zur Bundesliga unverändert gelassen.

Thomas Kristaniak

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