Ex-MSV-Profi Andreas Voss kehrt zurück

Er ist wieder da: Andreas Voss, hier im Trikot des MSV, kehrt ins Fußballgeschäft zurück.
Er ist wieder da: Andreas Voss, hier im Trikot des MSV, kehrt ins Fußballgeschäft zurück.
Foto: Kerstin Bögeholz
Was wir bereits wissen
Der frühere Profi des MSV Duisburg hat den Kampf seines Lebens gewonnen. Jetzt steigt er als Trainer des Landesligisten Viktoria Goch wieder ins Fußballgeschäft ein.

Duisburg/Moers.. Die Nachricht hatte im Sommer nicht nur die Fußballszene schockiert. Ex-MSV-Profi Andreas Voss fiel nach einer Routine-Operation ins Koma und rang mit dem Tod. Der frühere Mittelfeldspieler gewann den wichtigsten Kampf seines Lebens. Und die neuste gute Nachricht: Er wird zur Rückrunde den Trainerposten beim Landesligisten Viktoria Goch übernehmen.

Voss sollte bereits im Sommer den Posten bei den Weberstädtern einnehmen und die Nachfolge von Manfred Tebeck antreten. „Mucki“ Tebeck sprang für seinen Nachfolger ein und wird das Zepter nun im Winter an Voss übergeben. Am Sonntag wird sich Andreas Voss sein neues Team anschauen. Die Gocher spielen bei seinem Ex-Klub GSV Moers.

Medikamente wirkten sich aufs Gehör aus

Durch eine Infektion nach der Routine-Operation fiel Voss ins Koma. Die Ärzte hatten zu diesem Zeitpunkt kaum Hoffnungen, dass der 35-jährige Familienvater diesen schweren Kampf gewinnen würde.

„Drei Tage lang sah es gar nicht gut aus“, sagt der Sportler rückblickend. Doch dank seiner körperlichen Konstitution als ehemaliger Leistungssportler und auch dank seiner Kampfkraft und seines Willens habe er den Weg zurück ins Leben gefunden. Etwas, das die Mediziner anfangs kaum für möglich gehalten hätten. „Es ist aber etwas zurückgeblieben“, berichtet Andreas Voss weiter. Die starken, lebensnotwendigen Medikamente können sich als Nebenwirkungen negativ aufs Gehör auswirken. „Und genau das ist bei mir passiert“, berichtet er. Deshalb muss er von nun an Hörgeräte tragen. „Aber es ist wirklich das kleinere Übel“, ist er überglücklich, noch am Leben zu sein und seine Kinder aufwachsen sehen zu können.