EVD-Teamchef Lance Nethery will nach 32 Jahren die Revanche

Gegen den EV Regensburg schafften die Füchse den Einzug ins Play-off-Finale der Oberliga – nun soll durch einen Erfolg gegen Freiburg der Aufstieg in die DEL2 gelingen.
Gegen den EV Regensburg schafften die Füchse den Einzug ins Play-off-Finale der Oberliga – nun soll durch einen Erfolg gegen Freiburg der Aufstieg in die DEL2 gelingen.
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Was wir bereits wissen
Der EV Duisburg startet am Freitagabend in Freiburg ins Play-off-Finale der Eishockey-Oberliga. Drei Siege sind nötig für den Aufstieg in die DEL2.

Duisburg.. Lance Nethery musste lange auf seine Revanche warten. Als der Kanadier in der Saison 1982/83 für den damaligen Duisburger SC in der 2. Eishockey-Bundesliga spielte, war er kaum zu stoppen. 48 Spiele, 72 Tore, 86 Vorlagen. Das war eine echte Hausnummer. Und dennoch wurde der DSC nur Zweiter – hinter dem ERC Freiburg, der damit in die 1. Liga aufstieg.

Damals waren es der DSC und der ERC – heute sind es der EV Duisburg und der EHC Freiburg. Damals war Nethery Stürmer, heute ist er Teamchef. Und dennoch wird es nach 32 Jahren Zeit, die Dinge geradezurücken. Am Freitag um 19.30 Uhr startet im Breisgau die Play-off-Finalserie in der Oberliga zwischen den beiden mit Abstand besten Teams in dieser Spielklasse. Zwei Tage später, am Sonntag (18.30 Uhr, Scania-Arena), geht es in Duisburg weiter. Wer dreimal gewinnt, steigt in die DEL2 auf.

EVD will unbedingt hoch in die DEL2

„Diese Mannschaft will mehr“, sagt EVD-Trainer Uli Egen. Mehr als nur den Finaleinzug, mehr als nur den durchaus beeindruckenden Sieg gegen den EV Regensburg. „Wir wollen hoch in die 2. Liga.“ Fünf Ziele hatten sich Nethery und Egen bei ihrem Amtsantritt in Duisburg gesetzt: den Einzug in die Play-offs, das Heimrecht in den ersten beiden Runden, den Viertelfinalsieg, den Halbfinalsieg – und eben den Finaltriumph. Vier dieser Ziele sind abgehakt, auch der fünfte Haken soll noch gesetzt werden.

Anspannung also? „Wir waren ja auch in den letzten Spielen angespannt“, sagt Egen. Es wird nicht mehr sein, aber sicher auch nicht weniger. Erstmals in der laufenden Saison beginnt eine Play-off-Serie für den EVD auswärts. Dass es darauf hinausläuft, stand vor der Saison fest. Wenn zwei gleich platzierte Teams aufeinandertreffen, wechselt im Finale das Heimrecht jährlich zwischen Nord und Süd – und in dieser Saison ist der Süden an der Reihe. „Ich finde es für ein Finale nicht so entscheidend, wer zu Hause beginnt“, sagt Egen, der kaum etwas dagegen einzuwenden hätte, wenn sich die Füchse durch einen Auftaktsieg im Breisgau das Heimrecht „mopsen“ würden.

Stephan Fröhlich ist wieder dabei

Ähnlich wie in den bisherigen entscheidenden Spielen der Saison – wie beispielsweise in Leipzig während der Endrunde und in Regensburg im Halbfinale – werden die Füchse auch diesmal am Spieltag auf fremdem Eis trainieren. „Wir gehen morgens auf das Eis. Es geht nur um einige Schussübungen und darum, sich an das Umfeld zu gewöhnen.“ Bewährte Dinge soll man ja auch nicht ändern.

Eine Alternative mehr dürfte es wieder auf dem Eis geben. Denn der bislang verletzte Stephan Fröhlich hat mittrainieren können und wird wohl wieder zur Verfügung stehen. Je mehr, desto besser – denn auch Freiburg spielt wie Duisburg mit vier Reihen und sechs Verteidigern. „Das ist eine kleine, flinke Mannschaft.“ Egen hofft, dass die Serie genauso hart, aber fair bleibt wie gegen Regensburg, als es bemerkenswert wenige Strafzeiten gab. Der Deutsche Eishockey-Bund lässt das Finale – nach dem Vorbild der DEL und DEL2 – von vier Schiedsrichtern leiten. In Spiel eins heißen die beiden Hauptschiedsrichter Robert Paule (Bad Aibling) und Stefan Vogl (München); am Sonntag in Duisburg sind es Marc Iwert (Harsefeld) und Felix Winnekens (Berlin).

Zu den Play-off-Ritualen der Füchse gehört auch: gutes Essen für die Mannschaft. Am Mittwoch hat Lance Nethery das Team eingeladen – schließlich soll die Revanche glücken. Hat ja auch lang genug gedauert.