EVD siegt wieder klar gegen Hannover

Ob’s dieser Anblick war, der die Indians in Schockstarre versetzte? Auch bei ihrem zweiten Gastspiel in Duisburg waren sie chancenlos.
Ob’s dieser Anblick war, der die Indians in Schockstarre versetzte? Auch bei ihrem zweiten Gastspiel in Duisburg waren sie chancenlos.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Diesmal heißt es 11:1 für den Duisburger Oberligisten, der damit nach drei Spielen gegen die Indians ins Play-off-Halbfinale einzieht.

Duisburg..  Auf Markus Schmidt ist einfach Verlass. Der Abwehr-Routinier des Eishockey-Oberligisten EV Duisburg hatte schon in den beiden ersten Partien des Play-off-Viertelfinales mit seinen Treffern zur jeweiligen 1:0-Führung den Grundstein zu zwei klaren Siegen gegen die Hannover Indians gelegt. Als das Team vom Pferdeturm zum dritten Duell am Dienstagabend in der Scania-Arena gastierte, ließ sich „Schmiddi“ nicht zweimal bitten und schoss sein Team erneut nach vorn. Am Ende stand ein wiederum deutlicher 11:1 (3:0, 3:0, 5:1)-Erfolg gegen die in dieser Konstellation einfach überforderten Niedersachsen. Der EVD ist damit ohne große Gegenwehr ins Halbfinale spaziert.

Diesmal war Schmidt sogar noch schneller als bei den zwei vorherigen Partien. Am Freitag traf er beim Auftaktsieg kurz vor Ende des ersten Drittels, zwei Tage später in Hannover nach 4:43 Minuten. Nun waren es sogar lediglich drei Minuten und 24 Sekunden, ehe er den zwischen den Pfosten stehenden Boris Ackers mit einem Schlenzer von der blauen Linie überwinden konnte. Mit diesem Treffer gaben die Gastgeber gleich wieder die vorherrschende Richtung vor: immer auf das Hannoveraner Tor. Die Indians hatten die Serie offenbar schon gedanklich abgehakt und versuchten sich in Schadensbegrenzung. Die fiel leidlich erfolgreich aus. Bis zur ersten Sirene erhöhte Dominik Lascheit per Doppelpack – jeweils nach Vorarbeit von Lars Grözinger – auf 3:0.

Die augenfällige Überlegenheit setzte sich im zweiten Abschnitt fort. Raphael Joly konnte – wie eigentlich im gesamten Spiel – unbehelligt durchmarschieren und das 4:0 erzielen, ehe Noureddine Bettahar die Scheibe aus kurzer Distanz ins Eck hämmerte. Markus Schmidts zweiter Treffer rundete die zweiten 20 Minuten ab.

Wie aus heiterem Himmel fiel kurz nach Wiederbeginn das Hannoveraner Ehrentor. Die erste Strafe gegen den EVD, die Fabio Pfohl kassiert hatte, war gerade fünf Sekunden alt, als Frank Richardts abgefälschter Schuss hinter Felix Bick im Netz landete. Das war aber keinesfalls das Signal zu einer eventuellen Aufholjagd – vielmehr stachelte der Gegentreffer die Füchse an, noch einmal richtig aufs Gaspedal zu drücken und die Angelegenheit zweistellig zu gestalten. Das zehnte Tor ging auf das Konto von André Huebscher, den die Fans in der erneut vollen Scania-Arena entsprechend feierten.

Die Statistik:

Tore: 1:0 (3:24) Schmidt (Hofland/5–4), 2:0 (15:52) Lascheit (Grözinger, Orendorz), 3:0 (19:47) Lascheit (Grözinger, Schmidt), 4:0 (23:13) Joly (Faber/5–4), 5:0 (24:51) Bettahar (Busch), 6:0 (31:28) Schmidt (Zerressen/5–4), 6:1 (40:31) Richardt (Hock/5–4), 7:1 (44:07) Joly (Pfohl, Huebscher), 8:1 (46:36) Orendorz (Faber, Walkowiak/5–4), 9:1 (47:15) Neumann (Bettahar), 10:1 (49:34) Huebscher (Schmitz, Joly/5–4), 11:1 (55:10) Hofland (Pietsch). Strafen: Duisburg 2, Hannover 18+10 (Grass). Zuschauer: 1811.