EVD muss noch einmal nach Regensburg

Der EVD ließ zu viele Chancen ungenutzt: Falls der Puck das Tor nicht verfehlte, war Regensburgs Keeper Martin Cinibulk auf dem Posten.
Der EVD ließ zu viele Chancen ungenutzt: Falls der Puck das Tor nicht verfehlte, war Regensburgs Keeper Martin Cinibulk auf dem Posten.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Duisburger verloren das dritte Halbfinalspiel gegen die Oberpfälzer mit 1:3. Am Sonntag gibt’s die nächste Chance auf den Finaleinzug.

Duisburg..  Die Fans waren in großer Zahl gekommen, um zu feiern, doch aus der Party wurde nichts: Der erhoffte Einzug ins Play-off-Finale der Eishockey-Oberliga ist für den EV Duisburg zunächst einmal vertagt. Die Füchse ließen nach zuvor zwei Siegen gegen den EV Regensburg die große Chance liegen und müssen nach der 1:3 (1:0, 0:1, 0:2)-Heimniederlage nun am Sonntag um 18 Uhr zum zweiten Mal in der Oberpfalz antreten.

Von Beginn an war zu erkennen: Regensburg würde dem EVD die Finalteilnahme nicht kampflos überlassen. Im Gegensatz zur deutlichen Niederlage in eigener Halle gingen die Gäste diesmal deutlich engagierter zu Werke, wobei sie allerdings ein Drittel lang kaum große Chancen erspielten. Die Füchse gingen derweil ihrerseits einmal mehr zu fahrlässig mit den sich bietenden Möglichkeiten um. Nachdem André Huebscher, Diego Hofland, Dominik Meisinger und Christoph Ziolkowski knapp gescheitert waren, nahm sich Raphael Joly ein Herz, schnappte sich die Scheibe im eigenen Drittel und vollendete seinen Sololauf schließlich mit dem verdienten 1:0 (18.).

Die Führung hielt aber nicht lange vor. Kaum hatte das Mitteldrittel begonnen, handelte sich Kevin Orendorz eine Zeitstrafe ein. Nach nur zehn Sekunden in Überzahl gelang Barry Noe der doch etwas überraschende Ausgleich. Danach ging es ähnlich weiter wie vor der Pause: Wieder machten die Duisburger eine Menge Druck, doch immer wieder scheiterten sie am starken Regensburger Schlussmann Martin Cinibulk. Nicht immer auf der Höhe war der Berliner Unparteiische Felix Winnekens, dem mit Lars Müller erstaunlicherweise ein EVD-Mitglied als Linienrichter zur Seite stand, doch an eventuellen Fehlentscheidungen wollte Füchse-Sportchef Lance Nethery den unbefriedigenden Verlauf nicht festmachen: „Der Schiedsrichter ist mir egal – wir müssen besser spielen.“

Das Gegenteil war aber im Schlussdrittel der Fall, als es in den entscheidenden Situationen an der notwendigen Konzentration mangelte. Das zeigte sich vor allem in der 47. Minute: Da sorgten die Gastgeber mit einem schlechten Wechsel dafür, dass Regensburg plötzlich eine Überzahlsituation zum 2:1 durch David Stieler nutzen konnte. Eine böse Überraschung, die sich nicht mehr reparieren ließ – obwohl zeitweise sogar zwei Regensburger auf der Strafbank saßen. Die beste Möglichkeit zum 2:2 vergab Dominik Lascheit, der kurz vor Schluss nach einem Abpraller das Tor verfehlte. In der letzten Minute verließ EVD-Keeper Felix Bick dann das Eis – prompt traf Louke Oakley entscheidend ins verwaiste Tor.

Tore: 1:0 (17:00) Joly (Pfohl, Huebscher), 1:1 (22:00) Noe (Stieler, Stiefenhofer/5–4), 1:2 (46:12) Stieler (Stähle, Oakley), 1:3 (59:19) Oakley (Stieler/ENG). Strafen: Duisburg 14+10 (Bettahar), Regensburg 16. Zuschauer: 3053.