EVD kassiert 0:2-Niederlage in Freiburg

Bauchlandung: André Huebscher und die Füchse kassierten mit dem 0:2 in Freiburg die zweite Niederlage im dritten Finalspiel.
Bauchlandung: André Huebscher und die Füchse kassierten mit dem 0:2 in Freiburg die zweite Niederlage im dritten Finalspiel.
Foto: Ute Gabriel
Was wir bereits wissen
In der Finalserie der Oberliga-Play-offs steht es nun aus Duisburger Sicht 1:2. Am Freitag muss ein Sieg her, um Spiel fünf zu erzwingen.

Freiburg..  Ist am Freitag schon alles vorbei? Nach dem dritten Spiel im Play-off-Finale der Eishockey-Oberliga steht der EV Duisburg mit dem Rücken zur Wand und braucht in eigener Halle nun einen Sieg, um ein entscheidendes fünftes Duell am Sonntag zu erzwingen. Dann ginge es wieder nach Freiburg, wo der EHC am Dienstag mit 2:0 (1:0, 1:0, 0:0) die Oberhand behielt. Das Fazit fällt so aus wie schon nach der 1:5-Auftaktniederlage der Serie: Die Füchse handelten sich erneut zu viele Strafzeiten ein, was die cleveren Gastgeber zu den entscheidenden Toren nutzten.

In der ausverkauften Franz-Siegel-Halle herrschte nach dem Duisburger 3:2-Sieg in der Scania-Arena eine bisweilen überaus aggressive Stimmung. Davon ließ sich der EVD in der Anfangsphase noch nicht beeinflussen, kassierte erst einmal nur eine Strafe gegen André Huebscher, die ohne Auswirkungen blieb. Bei personellem Gleichstand begegneten sich die Teams auf Augenhöhe; waren die Füchse im Scheibenbesitz, sah es zumeist recht ordentlich aus, was das Team von Trainer Uli Egen produzierte.

Als sich dann aber Kevin Orendorz in der zwölften Minute mit einem Stockschlag eine jener unnötigen Strafen einhandelte, die unbedingt vermieden werden sollten, ließen sich die Breisgauer die Chance zur Führung nicht mehr entgehen. Dabei zeigte sich auch die Eingespieltheit der Gastgeber, als Tobias Kunz genau im richtigen Moment durchstartete und aus verheißungsvoller Schussposition Felix Bick überwand.

Der zweite Spielabschnitt verlief dann weitgehend unerfreulich für die Duisburger, die knapp zehn Minuten in Unterzahl verbrachten. Schon der erste Bankaufenthalt von Jan-Niklas Pietsch hätte ein EHC-Erfolgserlebnis nach sich ziehen können, doch in den Freiburger Jubel hinein entschied das Schiedsrichtergespann auf Schlittschuhtor. Wenig später stand dann aber die 2 auf der Anzeigetafel. Diesmal saß Noureddine Bettahar draußen, diesmal war es Nikolas Linsenmaier, der zum 2:0 traf. In der Folge handelte sich der EVD noch drei weitere Strafzeiten ein, die zwar ohne direkte Konsequenzen blieben, aber dafür sorgten, dass die Kräfte merklich nachließen. In eigener Überzahl konnten sich die Füchse zum Ende des Drittels hin wieder bessere Chancen erspielen, die aber durch André Huebscher, Fabio Pfohl und Lars Grözinger ungenutzt blieben.

In den letzten 20 Minuten gelang es dem EVD dann immerhin, den eishockeytypischen Reflex zu unterdrücken und auf die Provokationen der Freiburger zu reagieren. Ansonsten blieben Höhepunkte nun rar. Die Duisburger hatten sehr viel Puckbesitz gegen Gastgeber, die nicht mehr mit vollem Risiko agierten. Vier Minuten vor dem Ende ging Felix Bick bei eigener Überzahl vom Eis; wenig später musste noch ein EHC-Akteur auf die Strafbank. Doch selbst beim 6:3-Stand auf der Spielfläche schafften es Pfohl und Co. nicht, die Scheibe wenigstens einmal hinter Christoph Mathis unterzubringen.

Tore: 1:0 (12:38) Kunz (Linsenmaier, Brückmann/5–4), 2:0 (26:36) Linsenmaier (Haluza, Kunz/5–4). Strafen: Freiburg 16, Duisburg 16. Zuschauer: 3500.